Deutschland – Bargeldland

Im hiesigen stationären Handel spielt Bargeld weiter die größte Rolle. Die moderne Variante Mobile Payment hingegen fristet in Deutschland ein Schattendasein. Das hat eine Untersuchung des US-Marktforschungsunternehmens eMarketer ergeben. Nach seinen Zahlen nutzen nur 5,8 Millionen Menschen an den Kassen ein Smartphone zum  Bezahlen. Im Vergleich mit anderen westeuropäischen Ländern besteht hier viel Nachholbedarf.

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Am erfolgreichsten ist diese bargeldlose Bezahlform in Italien. Dort setzen sie 19,7 Prozent aller Smartphone-Besitzer ein. Im Vereinigten Königreich tun das 16,9 Prozent, in Spanien 14,8 Prozent und in Frankreich 13,7 Prozent. In Deutschland liegt dieser Anteil bei lediglich elf Prozent. Das entspricht dem Niveau von Albanien, dem Kosovo und Weißrussland.

Prognose: Mobiles Bezahlen startet auch hier bald durch

Allerdings machen die Spezialisten von eMarketer seit einigen Monaten einen Aufwärtstrend hierzulande aus. Und sie erwarten, dass die Anwenderanzahl in den nächsten Jahre stärker als in jedem anderen Land ansteigt. Die Marktforscher sagen für 2019 bereits 6,9 Millionen Nutzer voraus, für 2020 immerhin 8,1 Millionen und 2022 schließlich zehn Millionen.

Triebfeder der prognostizierten Entwicklung ist das erweiterte Angebot für mobiles Bezahlen auf dem deutschen Markt. So ist der Service Google Pay seit Ende Juni verfügbar. Die Alternative Apple Pay steht in den Startlöchern und könnte demnächst eingeführt werden. Bereits aktiviertes Mobile Payment in Deutschland bieten Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Mastercard.