Auslandsmarkt China: Deutsche Expansion

Der deutsche Mittelstand beabsichtigt seine Geschäfte in China zu intensivieren: Rund 35 Prozent der befragten Unternehmer wollen in den kommenden drei Jahren weitere Niederlassungen in China realisieren. Dies geht aus der neuen Studie hervor, die das Chinaforum Bayern gemeinsam mit dem German Centres Shanghai durchführte.  Etwa 55 Prozent der Mittelständler planen eine Neugründung im Bereich Vertrieb und Service, während 38 Prozent den Aufbau einer Fertigung ins Auge fassen.

Wettbewerbsfähigkeit als zentrales Ziel

Deutsche Mittelständler wollen auf dem chinesischen Markt in erster Linie wettbewerbsfähig sein. "Es geht den Unternehmen bei Neuansiedlungen längst nicht mehr nur um den Aufbau von Produktionsanlagen", kommentiert Christian Sommer, Geschäftsführer des German Centres Shanghai, die Studienergebnisse: "Die in den vergangenen Jahren auf dem Markt verkauften Maschinen benötigen Ersatzteile und Reparaturen. Entsprechend stehen Service- und After-Sales-Angebote hoch im Kurs."

Qualifizierte Mitarbeiter gesucht

Aufstrebende Provinzstädte und kleine Städte im Umfeld der großen Metropolen gewinnen als Unternehmensstandort für viele mittelständischen Firmen immer mehr an Attraktivität. Die Personalkosten nehmen bei der Auswahl des geeigneten Standorts hingegen eine geringere Bedeutung ein. Viel wichtiger ist für Mittelständler eine gute logistische Anbindung und der Zugang zu qualifiziertem Personal. Genau hier liegt für Stefan Geiger, Geschäftsführer des Chinaforums Bayern der Haken:

"Die meisten deutschen Unternehmen müssen kämpfen, um geeignete Mitarbeiter zu finden."

The German Wishlist

In diesem Zusammenhang zeigt die neue Studie auch, was sich  deutsche Mittelständler in China wünschen:

  • 74 Prozent der Mittelständler in China fordern bei der Ausbildung ihrer Mitarbeiter eine verstärkte Kooperation mit anderen deutschen Unternehmen,
  • ebenso viele Unternehmer streben eine engere Zusammenarbeit bei deutschen Lobby-Auftritten an und
  • 58 Prozent möchten auf das gegenseitige Abwerben von Mitarbeitern verzichten.

 

 

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  • Erwin Schuster, CIO Ensinger
  • Matthias Olbrich, Telekom Deutschland, im mDM-Video:

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