Wunschzettel des Online-Handels

Die deutschen Online-Händler fühlen sich von den politischen Entscheidungsträgern vernachlässigt. Lediglich 13 Prozent der Befragten finden, dass sich die Bundesregierung ausreichend um die Bedürfnisse der E-Commerce-Branche kümmert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen eBay-Umfrage, an der 301 Betriebe teilnahmen.

Der größte Kritikpunkt der Online-Händler: Die missbräuchlichen Abmahnungen. Im unübersichtlichen Gesetzesdschungel sind schon kleine Fehler Anlass für eine Abmahnung. Einige Unternehmen nutzten dies um Massenabmahnungen durchzuführen – und fügten so dem gesamten Online-Handel großen Schaden zu.

Um im Export richtig durchstarten zu können, fordert die Branche ...

  • geringere Steuern (43 Prozent),
  • einfachere Zollbestimmungen (36 Prozent),
  • klarere Verbraucherschutz-Regeln (34 Prozent) und
  • eine schnelle und verlässliche Breitband-Infrastruktur (22 Prozent).

E-Commerce als treibende Wirtschaftskraft

Komplizierte Gesetze und ein hoher Verwaltungsaufwand bremsen nicht nur das Wachstum, sondern machen auch die Gründung eines Online-Shops überaus schwierig. Nikolaus Lindner, Director Government Relations von eBay, sieht daher einen klaren Handlungsauftrag an die Politik:

"Es geht darum, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die Händler ihr Geschäft möglichst reibungslos zum Erfolg führen können und die gesamte Wirtschaft damit voran treiben."

Deutschland sei zwar Weltmarktführer in traditionellen Branchen, aber auch der Online-Handel sei inzwischen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, so Lindner abschließend.

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