Die Wende geschah vor gut einem Jahr: Seit 2015 gibt es in Deutschland erstmals mehr Unternehmen, die Cloud-Dienste nutzen, als solche, die das nicht tun. Zu diesem Ergebnis kommt der Cloud Monitor 2015 des Branchenverbands Bitkom. Unternehmen setzen dabei vermehrt auf Datenzentren, in denen sie sich die Infrastruktur mit anderen Unternehmen teilen – so genannte Public-Cloud-Dienste. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der (Business-) Nutzer in diesem Bereich in Deutschland um zehn Prozent.

Diese Zahl dürfte sich im Jahr 2016 noch deutlich erhöhen. Denn seit die Telekom auf der CeBIT im März die Open Telekom Cloud präsentiert hat, ist die Nachfrage groß. Der Grund: Die Telekom ist der erste große Anbieter aus Deutschland, der eine Public Cloud in hochsicheren Rechenzentren selbst betreibt – und damit höchste Sicherheitsstandards mit den strengen deutschen Datenschutzbestimmungen kombiniert. Der Kundenkreis reicht von kleinen und mittelständischen Unternehmen über große Konzerne bis hin zu wissenschaftlichen Institutionen wie dem renommierten Forschungszentrum CERN.

Das schweizerische CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, nutzt den Service "High Performance Flavor"  für seine aufwändige Rechenoperationen und Simulationen beispielsweise Anwendungen in der Teilchenphysik bereits. Das schweizerische CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, nutzt den Service "High Performance Flavor" für seine aufwändige Rechenoperationen und Simulationen beispielsweise Anwendungen in der Teilchenphysik bereits. (© 2016 CERN)

Das Erfolgsrezept: gut, günstig, sicher

Nachvollziehbar, denn die Vorteile sind vielfältig. Mit der Open Telekom Cloud haben Kunden die Möglichkeit, IT-Infrastruktur flexibel zu buchen – von Computing- über Storage- bis hin zu Netzkapazitäten und Sicherheits-Lösungen. Die IT-Ressourcen lassen sich optimal managen – entweder über ein Self-Service-Portal oder über programmierbare Schnittstellen (API). Eine virtualisierte Sicherheitsinfrastruktur trennt die Kundenumgebungen voneinander. Um das Cloud-Angebot nutzen zu können, genügt ein herkömmlicher Internetanschluss. Mit dem „Pay-as-you-go-Modell“ zahlen Unternehmen immer nur genau die Kapazitäten, die sie gerade benötigen.

Und die OpenStack-kompatiblen Programmierschnittstellen bieten größtmögliche Freiheit, denn damit können Unternehmen ihre Cloud-Struktur ganz einfach selbst nach ihren Wünschen aufbauen. Außerdem reduzieren OpenStack-basierte Systeme den viel gefürchteten Vendor-Lock-in: Unternehmen können bei Bedarf den Anbieter jederzeit wechseln. Aufgrund der hohen Nachfrage plant die Telekom aktuell den Ausbau ihres großen Rechenzentrums in Biere bei Magdeburg. Bis 2018 sollen dort die Kapazitäten um 150 Prozent erweitert werden.

"Unsere neue europäische Public Cloud überzeugt mit wettbewerbsfähigen Preisen bei höchster Leistung."

Andreas Falkner

Vice President Open Telekom Cloud bei T-Systems

"Sie wird auf dem Markt wahr- und ernstgenommen", so Falkner weiter.

Wichtiges Argument für die Datenschutz-sensiblen deutschen Mittelständler: der Serverstandort im eigenen Land. Aufgrund der hohen Nachfrage plant die Telekom aktuell den Ausbau ihres großen Rechenzentrums in Biere bei Magdeburg: Bis 2018 sollen dort die Kapazitäten um 150 Prozent erweitert werden.

Seit kurzem wurde das Angebot der Open Telekom Cloud außerdem um drei neue Services ergänzt: Eine relationale Datenbank, die sich einfach aufsetzen und erweitern lässt, eine Cloud-Container-Engine, mit der sich komplette Applikationslandschaften auf Knopfdruck verschieben lassen, und eine Hochleistungsoption für die Bearbeitung großer Datenmengen.

Letztere, genannt „High Performance Flavor”, ist ab 16,7 Cent pro Stunde mit zwei virtuellen Maschinen (vCPUs) zu haben, maximal mit 32 vCPUs und 64 GB RAM. Damit eignet sich diese Option besonders für aufwändige Rechenoperationen und Simulationen – wie beispielsweise Anwendungen in der Teilchenphysik: Das schweizerische CERN nutzt diesen neuen Service bereits.

Weiterführende Links zum Thema

Special Cloud-Computing

Das Cloud-Portal der Deutschen Telekom

Open Telekom Cloud