Noch überwiegen analoge Bürolösungen beim Mittelstand

Mittelständler setzen immer mehr auf das papierlose Büro: Fast jedes fünfte Unternehmen will in die digitale Dokumentenverwaltung investieren. Das ergab eine repräsentative Bitkom-Umfrage unter 755 Unternehmen in Deutschland. Weitere acht Prozent wollen Ersatz- oder Erweiterungsbeschaffungen für sogenannte Enterprise-Content-Management- (ECM) beziehungsweise Dokumenten-Management-Systeme (DMS) implementieren.

Aktuell sind die mittelständischen Unternehmen im Büro in der Mehrzahl noch analog unterwegs. Nur ein Drittel nutzt die digitale Dokumentenverwaltung etwa für die Archivierung, den Posteingang oder das Teilen von Informationen im Unternehmen. Bei den Großunternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern setzen hingegen schon 90 Prozent auf eine Softwarelösung. Bitkom-Vorstand Jürgen Biffar warnt vor Wettbewerbsnachteilen bei der digitalen Transformation durch das analoge Büro:

„Der Mittelstand hat einen hausgemachten Wettbewerbsnachteil gegenüber den Großen, wenn es um die digitale Transformation geht.“

Im Mittelstand dominieren Insellösungen

Nur elf Prozent der mittelständischen Unternehmen setzen zudem auf ein unternehmensweites ECM- oder DMS-System. In Teilbereichen haben sich Softwarelösungen dagegen schon etabliert – so nutzen 49 Prozent eine digitale Dokumentenverwaltung in der Buchhaltung, immerhin 44 Prozent im Vertrieb und 38 Prozent im Einkauf.

Um die Digitalisierung weiter voranzutreiben, sollten die mittelständischen Geschäftsführer laut der Studie öfter IT-Experten in Entscheidungsprozesse mit einbeziehen. Diese Praxis sei bei Großunternehmen schon jetzt gang und gäbe.