Dick oder dünn: Mastercard will es wissen

Schwere Käufer oder leichte Käufer? Große oder kleine? Diese Fragen will Mastercard künftig aus der Ferne beantworten. Allein anhand von seinen Kundendaten. Die Grundlagen dafür stehen in einem Patentantrag, den der US-Kreditkartenanbieter bereits im Juni 2015 gestellt hat. Demnach lässt sich aus den Informationen über getätigte Käufe auf gewisse körperliche Merkmale der Kartennutzer schließen.

Wie das genau funktioniert, geht aus dem Dokument nicht hervor. Der "Economist" spekuliert allerdings in folgende Richtung: Über die Rechnungsbelege könnte Mastercard Daten sammeln, die zu entsprechenden Folgerungen führen. Also zum Beispiel über Kleidergrößen oder Schuhgrößen.

Ein Service für Transportanbieter

Während Mastercard nicht konkret erklärt, wie es das Gewicht berechnet, werden die Amerikaner in anderer Hinsicht deutlicher. So heißt es im Patentantrag, es gehe um:

"Ein System, eine Methode und ein computerlesbares Speichermedium, das so konfiguriert ist, dass es die Körpergröße von Kontoinhabern auf der Grundlage von Zahlungsvorgängen analysiert und es einem Transportanbieter erlaubt,  Sitzplätze anhand der Körpergröße von Kontoinhabern zuzuteilen."

Tickets könnten teurer werden

Heißt: Mastercard will seine Informationen über Gewicht und Größe seiner Kunden beispielsweise Fluggesellschaften anbieten. Die könnten ihre betreffenden Passagiere bereits beim Bezahlen nach diesen Kriterien platzieren. Dabei könnte es um breitere oder schmalere Sitze, bessere Gewichtsverteilung im Flieger und ähnliches gehen. Allerdings auch um die Kosten für Tickets. So argwöhnt "Futurezone.at":

"Im schlechtesten Fall müssen Passagiere einen Aufpreis für ihren Sitz zahlen oder bekommen überhaupt bei der Suche nach Flügen nur teurere Angebote angezeigt."

Ob Mastercard die Informationen über Gewicht und Größe seiner Kunden tatsächlich weitergibt und wie es dabei um den Datenschutz bestellt sein wird, ist noch unklar.

Weiterführende Links:

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