Bachelor-Absolventen: Erwartungen nicht erfüllt

Die deutschen Unternehmen sind mit der Leistung von Bachelor-Absolventen nicht zufrieden. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor, bei der 2.000 Betriebe befragt wurden.

Lediglich 47 Prozent der Firmen erklären, dass die Berufseinsteiger mit Bachelor-Abschluss ihre Erwartungen erfüllt haben. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 lag dieser Wert noch bei 67 Prozent. Dabei fordert etwa jeder dritte befragte Unternehmer einen stärkeren Praxisbezug der Bachelor-Absolventen.

Ausbildung: Das fordert der DIHK

Eric Schweitzer, Chef des DIHK, kommentiert die Studienergebnisse in einem Interview mit der "Welt" und warnt vor einer Überakademisierung der Gesellschaft:

"Es studieren zu viele, die besser eine Ausbildung machen würden. Ich halte das unbegrenzte politische Angebot für falsch, dass jeder, der studieren will, auch studieren können soll."

Schweitzer fordert daher ...

  • sinnvolle Zulassungsbeschränkungen und eine Verknappung der Studienplätze an den Unis,
  • eine bessere Berufsorientierung an den Gymnasien und
  • mehr junge Menschen in der dualen Berufsausbildung.

Die steigende Zahl von Studenten gehe zu Lasten der dualen Berufsausbildung. Die Gesellschaft müsse aufhören ein Studium als Nonplusultra anzusehen, so der DIHK-Chef.

Gerade mittelständischen Unternehmen bereitet der Mangel an Lehrlingen beim Recruiting große Sorgen. Laut dem Berufsbildungsbericht blieben 37.100 Ausbildungsplätze unbesetzt: ein vorläufiger Negativrekord.

 

 
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