Deutsche verschenken 1,3 Milliarden Euro an Reisekosten

Laut einer Studie im Auftrag von Unit4 machen zwölf Prozent der deutschen Arbeitnehmer ihre Reisekosten nicht oder nur teilweise geltend. Sie verzichten damit auf eine Erstattung und verschenken so pro Jahr insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro. Pro Kopf ist das eine Summe von 292 Euro im Jahr. Befragt wurden 2.000 Beschäftigte in den USA, Kanada, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Schweden. In den Niederlanden machen sogar 36 Prozent der Angestellten ihre Spesen nicht geltend. Die größten Verluste entstehen für Arbeitnehmer in den USA. Dort verzichtet jeder Angestellte durchschnittlich auf 347 Euro im Jahr.

Erstattung erfolgt zu langsam

Als Grund geben viele Mitarbeiter an, die Belege verloren zu haben, die Beträge für zu gering zu erachten oder die Einreichung schlicht vergessen zu haben. Für ein Viertel der Befragten ist aber auch der Prozess der Reisekostenerstattung so zeitaufwendig und frustrierend, dass sie lieber direkt auf die Erstattung verzichten. In Frankreich, Spanien, Belgien, Schweden und den Niederlanden muss ein Viertel der Angestellten über einen Monat auf die Überweisung warten. In Deutschland erhalten die Betroffenen ihr Geld meist nach maximal zwei Wochen. Der Zeitaufwand für Reisekostenabrechnungen liegt hierzulande pro Mitarbeiter fast bei fünf Stunden im Jahr.

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