Elektromobilität als Zukunftschance

Der neue Unternehmensbereich E-Mobilität der Schaeffler AG wird in der Sparte Automotive angesiedelt. In ihm sollen die Entwicklung und die Herstellung aller Produkte und Systemlösungen für Fahrzeuge mit Hybrid- und Elektroantrieb gebündelt werden. Klaus Rosenfeld, Vorstandschef der Schaeffler AG, begründete auf einer Investorenveranstaltung die Maßnahme mit dem zentralen Zukunftschancen, die das Unternehmen in der E-Mobilität sieht.

Bereits jetzt belaufe sich das Umsatzpotenzial in diesem Bereich auf mehr als eine Milliarde Euro, so Matthias Zink, Co-CEO Automotive bei Schaeffler. Dies ergebe sich aus acht Serienaufträgen für E-Achsen und Hybridmodule von verschiedenen Autobauern. Bis 2020 soll der Umsatz mit Lösungen für Batterie- und Hybridfahrzeuge auf mindestens 15 Prozent des Erstausrüster-Gesamtumsatzes in Automotive-Sparte steigen.

Umsatz in China soll sich verdoppeln

Neben den deutschen Einheiten für den E-Mobilitätsbereich ist ein Kompetenzzentrum in China geplant. Das Land ist der weltweit größte Automarkt und gilt als Triebfeder in Sachen Elektromobilität. Schaeffler ist hier bereits mit rund 11.300 Mitarbeitern in acht Werken vertreten. In den kommenden fünf Jahren soll der Umsatz in China von rund zwei auf vier Milliarden Euro ansteigen.

Hintergrund der Maßnahmen ist Schaefflers Strategie „Mobilität von morgen“: Mit Elektromobilität, Industrie 4.0 und Digitalisierung will das im MDax notierte Familienunternehmen dem Branchentrend zu neuen Antriebstechnologien folgen. Ein Beispiel für Produktentwicklungen in diese Richtung ist der "E-Wheel Drive", ein elektrischer Radnabenantrieb.