Mehrere hundert Auflieger in Echtzeit zu überwachen, die kreuz und quer durch Europa brummen, scheint ein unmögliches Unterfangen zu sein. Haben die Trailer jedoch ein Telematiksystem von Schmitz Cargobull Telematics an Bord, kann sich der Spediteur entspannt zurücklehnen: Alle wichtigen Daten lassen sich per Mausklick auf dem Bildschirm aufrufen.

So ein Flottenmanager hat schon viele Herausforderungen täglich zu meistern. „Zeit ist Geld“, das ungeschriebene Motto der Transportbranche, steht vermutlich auf einem Post-it an seinem PC-Monitor. Und es kann so einiges schiefgehen während des Transports: Der eine LKW steht im Stau, weil er die falsche Route genommen hat, der nächste hat eine Reifenpanne. Ein anderer Trailer wurde aufgebrochen und ausgeräumt, ein weiterer ist einfach von der Bildfläche verschwunden. Dann beschwert sich ein Kunde, weil die Ladung Gemüse wegen mangelnder Kühlung schlichtweg verdorben ist. Und alles das verursacht Kosten die nicht kalkuliert waren.

Was sich wie Horrorszenarien anhört, ist für Schmitz Cargobull und deren Kunden kein Problem, denn sie haben eine Trailer-Telematik an Bord. Das Familienunternehmen aus dem Münsterland mit dem blauen Elefanten im Logo stellt seit 1892 Anhänger und Aufbauten für schwere Nutzfahrzeuge her. Längst sind die Münsteraner europaweit führend und haben ihr Geschäftsmodell mit Hilfe der Digitalisierung weiterentwickelt. Sie bieten mit dem Telematiksystem TrailerConnect eine Lösung für Spediteure und Logistiker an, ihre Transportkette so transparent wie möglich zu machen. Angefangen beim Auftragseingang über Disposition und Transport der Fracht bis zum Entladen werden Daten wie Position und Route, Zustand und Temperatur der Waren sowie der technische Zustand des Fahrzeugs erfasst.

"Ein Telematiksystem macht sich für Speditionen und Logistikunternehmen sehr schnell bezahlt."


Karl-Heinz Neu
Geschäftsführer Schmitz Cargobull Telematics


Karl-Heinz Neu Karl-Heinz Neu (© 2016 Eric Remann)

Sensoren, die in den Trailern verbaut sind, überwachen etwa den Status der Türen, den Reifendruck, die Temperatur im Laderaum, den Bremsenverschleiß oder den Füllstand des Kühlgerätetanks. „Aus diesen Informationen haben wir eine eigene Dienstleistung entwickelt“, sagt Karl-Heinz Neu, Geschäftsführer der Schmitz Cargobull Telematics.
Die Übermittlung der gesammelten Messwerte übernimmt die Telekom: Das Telematiksystem mit eingebauter M2M-Karte und GPS-Modul zur Positionsbestimmung schickt die Daten in Echtzeit über das flächendeckende Mobilfunknetz in ein hochsicheres Rechenzentrum der Deutschen Telekom. Über ein Webportal kontrollieren die Kunden von Schmitz Cargobull anschließend die aufbereiteten und visualisierten Daten.

Mehr Kontrolle bedeutet mehr Sicherheit

„Ein Telematiksystem macht sich für Speditionen und Logistikunternehmen sehr schnell bezahlt“, sagt Neu. So sieht der Fuhrparkmanager auf einer digitalen Karte am Bildschirm, wo genau sich seine Anhänger befinden und ob der vereinbarte Liefertermin gefährdet ist. Die Transparenz sorgt auch für weniger Leerfahrten und Umwege, eine bessere Auslastung der Trailer – und schafft auch mehr Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Wird die Tür eines Anhängers unbefugt geöffnet, sendet das System sofort einen Alarm. Bei Lebensmitteltransporten kontrolliert der Disponent aus der Ferne, ob die Kühlkette eingehalten wird und ob sich möglicherweise Feuchtigkeit im Laderaum gebildet hat. Das Überwachen von Reifendruck und Bremsenverschleiß wiederum hilft dem Spediteur, Sprit zu sparen und Wartungstermine optimal zu planen.

Kundenbindung durch neue Services

Die Entwicklung ist bei Schmitz Cargobull Telematics längst noch nicht abgeschlossen. Das neue bedienerfreundliche TrailerConnect-Portal, das gemeinsam mit der Telekom entwickelt wurde, lässt sich beispielsweise auch mit Smartphone und Tablet bedienen. „Die Erfahrungen aus der Trailer-Telematik geben uns ständig Aufschluss darüber, welche weiteren Services bei unseren Kunden gefragt sind“, erklärt Telematik-Chef Neu.

Mit neuen Ideen und den M2M -Lösungen der Telekom steigert Schmitz Cargobull seinen Absatz, bietet seinen Kunden eine höhere Planungssicherheit und Produktivität und verschafft sich im harten Trailergeschäft einen echten Wettbewerbsvorteil. Und ganz nebenbei sorgt das erweiterbare System auch nach der Auslieferung der Trailer für eine treue Kundenbindung. Das Wichtigste ist jedoch die Kundenzufriedenheit - damit der Flottenmanager am Ende alles im Blick hat und genau weiß, was zu tun ist.

In Kürze: Alles Wissenswerte zum Unternehmen

  • Name: Schmitz Cargobull AG
  • Gründung: 1892
  • Sitz: Altenberge bei Münster (NRW)
  • Mitarbeiter: 4.900*
  • Jahresproduktion 2015: 44.000 Fahrzeuge*
  • Umsatz 2015: 1,6 Mrd. €*

* Angaben aus dem Geschäftsbericht 2014/2015

Herausforderung
Schmitz Cargobull will seinen Kunden neue Services bieten und mehr Effizienz in die tägliche Arbeit von Disponenten, Flottenmanagern und Verladern bringen.

Lösung
Ein Telematiksystem bestehend aus Sensoren, M2M-Modul, GPS-Sensor und SIM-Karte sammelt Trailerdaten und sendet sie über das Mobilfunknetz der Deutschen Telekom in Echtzeit in die Cloud. Der Kunde greift über ein bedienerfreundliches Onlineportal auf die visualisierten Daten zu.

Fazit
Die Kunden von Schmitz Cargobull behalten dank neuer Services stets die Kontrolle über ihren Fuhrpark. Die Transportkette wir in hohem Maße transparent.

Weiterführende Links zum Thema

TrailerConnect von Schmitz Cargobull Telematics

TelematicOne - Das zentrale Steuerportal der Deutschen Telekom für unterschiedliche Telematiksysteme