ICE-Strecke wegen Schottererneuerung gesperrt

Die Sperrung gilt vom 23. April bis zum 8. Mai. In dieser Zeit müssen sich Geschäftsreisende auf Zugausfälle, Umleitungen sowie längere Fahrtzeiten einstellen. Der Grund für die Einschränkungen: Laut der Deutschen Bahn AG muss der Schotter in verschiedenen Abschnitten der ICE-Strecke gereinigt oder komplett erneuert werden. Wird er das nicht, dürfen die Schnellfahrzüge auf der Strecke nur mit reduziertem Tempo verkehren.

Fahrplanänderungen im Detail

Von der Sperrung sind mehrere Zuglinien betroffen. Folgende Änderungen kommen laut derzeitigem Stand auf Fahrgäste zu:

  • ICE-Linie 11 (Strecke Berlin-Göttingen-Kassel-Frankfurt-Stuttgart-München): Die Stopps Göttingen und Kassel entfallen. Stattdessen werden die Züge über Erfurt umgeleitet. Außerdem muss mit einer bis zu 45-minütigen späteren Ankunft in beziehungsweise früheren Abfahrt von Berlin gerechnet werden.
  • ICE-Linie 12 (Berlin-Göttingen-Kassel-Frankfurt-Basel): Zwischen Kassel und Hildesheim verkehren die ICE auf der alten Strecke. Fahrgäste kommen in Berlin 60 Minuten später an beziehungsweise fahren 60 Minuten eher von der Hauptstadt ab.
  • ICE-Linien 20 und 22 (Hamburg-Göttingen-Kassel-Stuttgart/Basel): Auch hier gilt wieder: Die ICE kommen 60 Minuten später in Hamburg an beziehungsweise fahren eine Stunde früher von dort ab. Die Fahrten nach und von Kiel fallen teilweise weg.
  • ICE-Linie 25 (Hamburg/Bremen-Göttingen-Kassel-München): Zwischen Hannover und Bremen kommen Shuttle-Züge zum Einsatz. Darüber hinaus ist auch hier mit einer einstündigen Verspätung in Hamburg beziehungsweise einer 60-minütigen früheren Abfahrt zu rechnen.
  • IC-Linie 26: Die meisten IC-Züge, die zwischen Hannover und Kassel-Wilhelmshöhe verkehren, entfallen.

Der offizielle Baustellenfahrplan, in dem die genauen Fahrtzeiten aller Züge zu finden sind, erscheint voraussichtlich erst ab dem 15. April. Weitere Informationen entnehmen Betroffene dieser Webseite der Deutschen Bahn.

Hannover-Messe von Baumaßnahmen betroffen

Nicht nur für Pendler sind die kurzfristigen Bauprojekte ein Ärgernis: Großveranstalter fürchten um Besuchereinbrüche durch die Streckensperrung. So findet beispielsweise vom 25. bis 29. April die Hannover Messe statt. Momentan überprüft die Deutsche Bahn noch den Vorschlag des Verkehrsministeriums, während der Messetage die Bauarbeiten morgens und abends für jeweils zwei Stunden auf Eis zu legen.

Weiterführende Links: