exmedio regelt den digitalen Nachlass

Gerade in Zeiten der Digitalisierung ist es in einem Todesfall für die Hinterbliebenen schwer, den Überblick über online geregelte Verträge und Abonnements des Verstorbenen zu behalten und sie zu kündigen. Auch ein Nutzerprofil in sozialen Netzwerken ist nach dem Ableben des Besitzers schwer zu löschen. Das brachte Gründer Christoph Huebner auf die Idee, mit exmedio Hilfestellung zu geben, wie er dem Gründermagazin United Networker berichtet. Das junge Unternehmen, das gerade in Berlin an den Start gegangen ist, möchte den Hinterbliebenen Bürokratie und Organisationsaufwand ersparen und bietet dafür verschiedene Services an:

  • Digitaler Nachlass: Dieser Bereich ist ein Schwerpunkt und Alleinstellungsmerkmal des Start-ups. Der Kunde entscheidet, was nach seinem Ableben mit jedem einzelnen Nutzerprofil und seinem PayPal-Guthaben passieren soll.
  • Vertragsmanagement: Der Kunde kann online und offline laufende Verträge und Mitgliedschaften kündigen lassen.
  • Information von Freunden und Bekannten: Vorab ausgewählte Personen werden elektronisch oder per Post über das Ableben unterrichtet – auf Wunsch auch mit individuellen Botschaften.

Rechtliches und technisches Know-how

Huebners Mitgründerinnen bringen die Kenntnisse ein, die zur reibungslosen Abwicklung  in solchen Fällen nötig sind: Juristin Dr. Irene Hallof ist Spezialistin für Erb- und Familienrecht und CTO Daniela Friedrich erarbeitet die Software-Lösungen, mit denen der Nachlass geregelt werden kann. Durch die Kooperation mit einem Software-Unternehmen verfügt exmedio hierfür über die wichtigsten Ressourcen.

Freemium-Modell und Angebote für Firmen

Wie viele Start-ups hat sich auch exmedio für ein Freemium-Modell entschieden. Neben einem kostenlosen Service und dem Standard-Angebot gibt es auch ein spezielles Paket für Unternehmen:

  • Kostenlose Version: Das Basis-Modell informiert nach dem Ableben bis zu 50 Kontakte und löscht ausgewählte Nutzerprofile.
  • Standard-Tarif: Für 29 Euro im Jahr übernimmt exmedio unter anderem die Information sämtlicher ausgewählter Kontakte per Post oder E-Mail, löscht jedes angegebene Nutzerprofil und kündigt Abonnements und Versicherungen.
  • Paket für Unternehmen: Auf Anfrage bietet das Start-up auch einen Service für Unternehmen an. Damit lassen sich firmenbezogene Dinge regeln und die Personalverantwortlichen erhalten Checklisten und Kommunikationshilfen.

Weiterführende Links:

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