Sorge bei Start-ups: Gesetzesentwurf macht Investitionen unattraktiv

Die Bundeskanzlerin hat auf der #cnight 2015 ein kontroverses Thema für Start-ups, Investoren und Business Angels entschärft: Unternehmer Frank Thelen warf bei der Veranstaltung im Konrad-Adenauer-Haus (Bad Honnef) die Frage auf, warum der Entwurf des sogenannten Anti-Angel-Gesetzes noch lebendig sei.

Angela Merkel antwortet daraufhin:

"Also ich glaube, der Tötungsvorgang ist im Gange."

Das Konzept lag Gründern schwer im Magen, denn darin war vorgesehen, die Veräußerungsgewinne der Geldgeber mit einer höheren Steuer als bisher zu belegen. Investitionen in Start-ups würden dadurch ihren Reiz verlieren und das ganze System wäre in Gefahr – so jedenfalls die Befürchtungen.

Neue Regeln: Was sich noch ändern könnte

Bei Start-ups drückt derweil noch an einer anderen Stelle der Schuh. In Politik und Wirtschaft wird diskutiert, ob eine Firma bei einem Wechsel der Rechtsform oder einem Zusammenschluss mit einem anderen Unternehmen die Verluste übertragen muss.

Die Bundesregierung würde die Regelungen gerne lockern, allerdings hat die EU in dieser Sache mitzureden. Angela Merkel sei zum Thema bereits in Kontakt dem Präsidenten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker, im Herbst wird ein erstes Statement erwartet.

Das komplette Video des Gesprächs können Sie hier sehen.

Weiterführende Links:

  • Eventuelle Folgen des Anti-Angel-Gesetzes hat die "Welt" zusammengetragen.
  • In Deutschland sieht es für die Start-up-Szene rosig aus: Einen Überblick zum ersten Halbjahr 2015 gibt der Blog der "WirtschaftsWoche".