Unternehmensgründung: Diese Faktoren beeinflussen die Standortwahl

Für rund 80 Prozent der Start-ups spielen persönliche Gründe eine zentrale Rolle bei der Standortwahl ihres Unternehmens: Besonders die Nähe zu Familie und Freunden ist ausschlaggebend. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Branchenverbands Bitkom unter mehr als 200 Gründern. Weitere Faktoren sind ...

  • die Infrastruktur (Verkehrsanbindungen und schneller Breitbandanschluss),
  • die Lebensqualität (Freizeit- und Kulturangebote) sowie
  • die Personalsituation.

Bitkom-Vizepräsident Ulrich Dietz fasst die Studienergebnisse so zusammen:

"Start-up-Gründer treffen anders als Großunternehmen eine Standortentscheidung, die eng mit ihrer Person verknüpft ist. Für Städte und Regionen, die sich um Start-ups bemühen, bedeutet das, dass Freizeit- und Kulturangebote ähnlich wichtig sind wie schnelle Internetverbindungen und gut ausgebildete Fachkräfte."

Überraschend: Nur 38 Prozent der Gründer haben ihre Entscheidung vom Marktumfeld abhängig gemacht. Bei lediglich jedem Dritten spielten Faktoren wie der Zugang zu Finanzierungsquellen oder lokalen Förderprogrammen eine Rolle.

Regionale Unterschiede

In den Metropolen der Republik besitzen die Start-ups unterschiedliche Motive für eine Existenzgründung. Während 92 Prozent der Münchner vor allem aus persönlichen Gründen das Abenteuer Start-up wagen, ist in Hamburg die Infrastruktur (85 Prozent) bei der Gründung am wichtigsten. Die Berliner wollen vor allem von den Start-up-Netzwerken der Stadt profitieren und stellen deswegen ein eigenes Unternehmen auf die Beine.

Weiterführende Links:

  • Innovative Geschäftsideen von jungen Start-ups lesen Sie in der mDM-Serie "Elevator Pitch."
  • Warum sich in Deutschland Männer häufiger als Frauen für die Unternehmensgründung entscheiden, erfahren Sie hier.