Too Good To Go: Essen verzehren, nicht wegwerfen

Es ist ein großes Problem in der Gastronomie: Nach Geschäftsschluss landen genießbare Lebensmittel einfach im Müll. Laut einer Studie der Universität Stuttgart sind das in Deutschland knapp elf Millionen Tonnen im Jahr. Das muss nicht sein, haben sich die Gründer von Too Good To Go gedacht und eine App entwickelt. Darüber können Restaurants überschüssige Speisen in Take-Away-Boxen anbieten. Der User scannt in der App einfach, welche Gastronomiebetriebe in seiner Nähe, welches Essen anbieten. Nachdem er den Kauf online bestätigt hat, fährt er zum Restaurant und holt das Gericht ab. In der Regel steht das Essen in einem Zeitraum von 15 bis 30 Minuten bereit.

Vom Konzept von Too Good To Go profitiert ...

  • das Restaurant. Es erhält zwar nur zirka einen Euro pro Box, spart sich aber die Müllentsorgung und erschließt neue Kundenkreise.
  • der Kunde. Er genießt Speisen zum Schnäppchenpreis von etwa 2,50 Euro und tut dabei Gutes.
  • die Umwelt. Sie wird geschont. Lebensmittel, für die bereits Wasser und Dünger verbraucht wurden, landen nicht im Mülleimer. Laut Too Good to Go lassen sich pro Take-Away-Box durchschnittlich zwei Kilo CO2 einsparen.
  • To Good To Go selbst. Von jeder gekauften Essensbox geht ein Euro an das Startup.

Startup auf Expansionskurs

Ableger des jungen Berliner Unternehmens gibt es mittlerweile in vielen europäischen Ländern, darunter auch Dänemark, Frankreich, Italien und Großbritannien. Interessant: Die Kunden haben häufig nicht nur ein grünes, sondern auch ein soziales Gewissen und verschenken die Essensbox an Obdachlose.

Weiterführende Links:

  • Ebenfalls eine grüne Geschäftsidee: Tree Bag, die Aktentasche aus Holz.
  • Studie: Gründe, warum Startups im Team scheitern.