Kampf gegen das Bürokratiemonster

Fast alle Unternehmen empfinden den Bürokratieaufwand als hoch oder zu hoch. Rund 96 Prozent der Mittelständler belastet die überaus hohe Anzahl an Verordnungen; für zwei Drittel der Befragten sind die Gesetze schlecht verständlich. Die häufige Änderung der Verordnungen stellt ebenfalls ein großes Problem für den Mittelstand dar.

Dies belegen Zahlen der Sage-Studie Bürokratie im Mittelstand. Peter Dewald, Geschäftsführer von Sage Software, kommentiert die Studienergebnisse mit folgenden Worten:

„Es ist ein alarmierendes Ergebnis, dass drei Viertel der kleinen Unternehmen in Deutschland die Verständlichkeit unserer Gesetzgebung als unzureichend kritisieren. Schließlich stehen insbesondere diese Unternehmen vor der Herausforderung,
mit relativ wenigen Ressourcen die bürokratischen Pflichten überblicken und erledigen zu müssen."

Die ausufernde Zettelwirtschaft strapaziert nicht nur die Nerven, sondern entpuppt sich als echter Ressourcenfresser. 44 Prozent beklagen einen hohen zeitlichen Aufwand und verlangsamte Abläufe durch die Bürokratie.  Jeder Vierte klagt über die Personalkosten, die durch die behördlichen Pflichten entstehen. Denn die To-Do-Liste von Vater Staat ist lang und umfasst ...

  • Steuerrecht,
  • Sozialversicherung/-abgaben,
  • Arbeitsschutz/-sicherheit und
  •  Statistik und Dokumentationspflicht.

Was zur Entlastung passieren muss

Die befragten Unternehmer gaben in der Studie konstruktive Hinweise, um den Verwaltungsirrsin einzudämmen:

  • Mindestlohn: Reduzierung der Informations- und Meldepflichten.
  • Steuerliche Betriebsprüfungen: Sollten in den Unternehmen nicht später als fünf Jahre nach Veranlagungsjahr stattfinden.
  • Zentrale Anlaufstellen statt Behördendschungel: So könnten bürokratische Pflichten schneller abgewickelt werden.
  • Die Mühlen mahlen zu langsam: Die Bearbeitungszeiten in den Ämtern müssen verkürzt werden.
  • E-Government: Dokumente sollten von den Behörden nur noch in digitaler Form abgewickelt werden.

 

 

Digitalisierungsoffensive: Wie digital deutsche Behörden mittlerweile sind, erklärt Torsten Wunderlich, Leiter des DATEV-Informationsbüros in Berlin, im mDM-Video:

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