Frauen ernähren sich konsequenter

Gesünder essen, was verstehen deutsche Manager darunter? Das wollte die Max Grundig Klinik im Schwarzwald wissen und 1.000 Führungskräfte beiderlei Geschlechts haben es ihr erzählt. Ein zentrales Ergebnis der Umfrage: Im Schnitt nehmen 61 Prozent weniger Fleisch zu sich als früher. Entscheiderinnen sind in dieser Hinsicht mit 73 Prozent besonders konsequent, gefolgt von jüngeren Leitenden (65 Prozent).

Ein ähnliches Bild, wenn auch auf niedrigerem Niveau, zeigt sich bei absoluten Fleischverweigerern. Denn nur acht Prozent der Führungskräfte bekennen sich als Vegetarier. Auch hier ist der Anteil der Frauen höher, nämlich um das Doppelte. Das gilt ebenso für ein Prozent der Befragten, für die gesünder essen ausschließlich auf vegane Weise sinnvoll ist.

Kein Fleisch ist auch keine Lösung

Diese Ansicht teilt Prof. Dr. Curt Diehm, Ärztlicher Direktor der Max Grundig Klinik, allerdings nicht. Er sagt:

"Gerade in einem mental und teilweise auch körperlich anstrengenden Berufsalltag gehört Fleisch auf den Essenszettel. Die zunehmende Mode, Fleisch aus physiologischer Sicht zu verteufeln, ist medizinisch falsch."

Der Mediziner lehnt auch Nahrungsergänzungsmittel als "unnötig, nutzlos und gelegentlich sogar gefährlich" ab. 27 Prozent der Führungskräfte nehmen sie trotzdem regelmäßig zu sich.

Der Trend zum gesünder essen sowie der Verzehr von weniger Fleisch paart sich häufig mit dem Drang zu körperlicher Ertüchtigung. Der Studie zufolge betreiben immerhin 64 Prozent der Befragten regelmäßig Sport. Dazu passt, dass nur noch ein Zehntel von ihnen zum Glimmstängel greift. All diesen Tugenden zum Trotz klagen 61 Prozent über Schlafmangel. Ihnen rät Prof. Dr. Diehm zu einem kurzen Nickerchen am Mittag. 14 Prozent der Manager halten das schon jetzt immer, weitere 31 Prozent gelegentlich.

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