Im Urlaub auf allen Kanälen erreichbar

Ist im Urlaub der Chef am Handy, nehmen 66 Prozent der Berufstätigen den Anruf an – egal, wo sie sich gerade erholen wollen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Demnach reagieren die Beschäftigen nicht nur auf Telefonate. Auch andere Kanäle sondieren sie in diesem Sommer regelmäßig: E-Mails (48 Prozent), Kurznachrichten (58 Prozent) wie SMS, WhatsApp-Mitteilungen oder iMessages.

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder schließt daraus:

„Für Notfälle auch in den Ferien erreichbar zu sein, zeigt die hohe Identifikation vieler Beschäftigten mit ihrem Unternehmen, ihrem Team oder ihren Aufgaben.“

Die Erreichbarkeit im sonnigen Urlaub hat allerdings auch ihre Schattenseiten. Denn sie bedroht das Gleichgewicht zwischen dem Erholungsbedarf der Mitarbeiter und dem Leistungsbedarf des Betriebs. Rohleder empfiehlt daher Regeln für solche Situationen zu vereinbaren. Und überhaupt vertritt er die Meinung:

„Im Urlaub muss man aber auch einmal vollständig abschalten können."

Nur eine Minderheit verweigert sich dem "Ferien-Job"

Das schaffen jedoch nur die Wenigsten. Gerade mal 28 Prozent lassen sich im Urlaub auf keinen "Ferien-Job" ein. Das gilt besonders für Frauen. Von ihnen machen 32 Prozent komplett zu. Bei den Männern sind nur 24 Prozent nicht erreichbar.

Jüngere bis 29 Jahre gehen mit dem Thema deutlich entspannter um. Von Ihnen geht fast jeder Zweite (45 Prozent) permanent auf dienstliche Tauchstation. Bei den Älteren trauen sich das lediglich ein Viertel (24 Prozent).

Übrigens ist die Frage nach der Erreichbarkeit für 22 Prozent der Berufstätigen völlig gegenstandslos. Der Grund: Sie haben in diesem Sommer gar keinen Urlaub.

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