Arbeitslosigkeit soll auf Rekordtief sinken

Die Konjunkturprognose der Bundesregierung für das Jahr 2018 fällt fast durchweg positiv aus. Sie erwartet das stärkste Wirtschaftswachstum seit 2011. Das Bruttoinlandsprodukt steige voraussichtlich um 2,3 Prozent, im kommenden Jahr immerhin noch um 2,1 Prozent. Die Folge seien sowohl höhere Löhne und Gehälter als auch ein Rückgang der Arbeitslosigkeit. Die Beschäftigung werde laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bis 2019 um eine Million Menschen zunehmen und die Arbeitslosigkeit „auf ein neues Rekordtief sinken“.

Mittelstand formuliert Forderungen an Bundesregierung

Der Mittelstand teilt diese Euphorie jedoch nur bedingt. Spitzenverbände der Wirtschaft appellierten an die Bundesregierung, sich nicht auf der guten Verfassung Deutschlands auszuruhen. Sie sehen „vielfältigen Handlungsbedarf“. Konkrete Forderungen beziehen sich auf die Verbesserung von Verkehrs- und Datennetzen, um den Erfordernissen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden, sowie auf eine Senkung der Steuersätze im Hinblick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

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Das größte Problem bleibe zudem der Fachkräftemangel. Um ihn in den Griff zu bekommen, müsse die berufliche Weiterbildung fokussiert und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden. Der Mittelstand forderte zudem die Möglichkeit zu flexibleren Arbeitszeiten – weg von der täglichen Höchstarbeitszeit, hin zur wöchentlichen Höchstarbeitszeit.