TTIP: Ablehnende Haltung in Deutschland

Das transatlantische Freihandelsabkommen hat weder die Herzen noch die Köpfe der Deutschen erobert: Lediglich 17 Prozent halten das Abkommen für eine gute Sache. Wie die FAZ berichtete, ergab dies eine Umfrage des Instituts YouGov im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Rund 33 Prozent halten das Handelsabkommen zwischen der EU und den USA für eine schlechte Sache. Fast ein Drittel der Personen hat noch zu wenig darüber gehört, um sich eine Meinung zum Thema zu bilden. Die Informationsoffensive der Politik scheint offenbar nicht zu fruchten. Der Rest antwortete mit "Weiß nicht" beziehungsweise mit "TTIP ist weder gut noch schlecht".

Die skeptische Haltung der Deutschen hat mehrere Gründe. Viele fürchten im Zuge von TTIP ...

  • ... negative Folgen im Verbraucherschutz,
  • ... schlechtere Umwelt- und Arbeitsmarktstandards sowie
  • ... negative Folgen für das Wirtschaftswachstum.

Die Befürworter des Abkommens sehen dies naturgemäß anders. Sie erwarten sich durch das Wegfallen von Zöllen und einheitlichen Standards einen Wachstumsschub.

Anderes Stimmungsbild in den USA

Auf der anderen Seite des großen Teichs stufen 82 Prozent der Befragten Freihandel als eine gute Sache ein. Die Zahl der TTIP-Gegner ist in den USA geringer als in Deutschland. 18 Prozent der US-Amerikaner sprechen sich gegen das Freihandelsabkommen aus. Überraschend: Fast die Hälfte fühlt sich über das Thema nicht ausreichend informiert.

Weiterführende Links: 

  • Freihandelsabkommen: Mittelstand sieht schwarz bei TTIP.
  • TTIP: Mehrheit weiß nicht, was Schiedsgerichte sind.