Investmentbanken drängten auf Rücktritt

Die „New York Times“ berichtete als Erste über den Rücktritt, der inzwischen von Uber und Travis Kalanick selbst bestätigt wurde. Laut der Zeitung beruht der Schritt auf einer Initiative der Investmentfirmen First Round Capital, Menlo Ventures, Fidelity Investments, Benchmark und Lowercase Capital. Die Investoren hatten in einem Brief an Kalanick den sofortigen Rücktritt gefordert, um durch den Wechsel an der Firmenspitze den Weg für einen Neuanfang frei zu machen.

Travis Kalanick verlässt Uber vollständig

Nach langen Diskussionen stimmte Kalanick dieser Forderung zu. Entgegen zunächst anderslautenden Informationen wird er auch nicht im Verwaltungsrat des mit 69 Milliarden Dollar bewerteten Startup-Unternehmens bleiben. Die „New York Times“ zitiert den Ex-Chef mit den Worten, dass sich Uber nun ohne die Belastungen des Führungsstreits weiterentwickeln könne.

Durch umstrittenen Führungsstil in der Kritik

Travis Kalanick war verantwortlich für die massive internationale Ausdehnung von Uber, stand aber schon seit geraumer Zeit in der Kritik. Anlass war sein umstrittener Führungsstil und die Pflege einer Unternehmenskultur, die Leistung und Erfolg über alles andere stellte. Aggressives Verhalten gegenüber Mitarbeitern sowie ein Skandal um Sexismus und sexuelle Belästigungen brachte Uber weitere negative Schlagzeilen.

Um die Situation zu entspannen, hatte Travis Kalanick letzte Woche angekündigt, eine längere Auszeit zu nehmen. Sie sollte seiner persönlichen Weiterentwicklung zu einem besseren Chef dienen und bei der Bewältigung eines familiären Schicksalsschlages helfen.