Professionellen Anwendern Expertenwissen passgenau zur Verfügung stellen, um die Qualität und Produktivität ihrer Arbeit zu erhöhen und die für ihr Fachgebiet idealen Inhalte und Produktlösungen nahtlos in ihren Workflow zu integrieren: Mit diesem Anspruch bedient das in den Niederlanden gegründete Unternehmen Wolters Kluwer weltweit seine Kunden.

Mit einem umfangreichen Portfolio aus Fachbüchern- und -zeitschriften, Loseblattsammlungen und Newslettern bedient der mit mittlerweile 19 000 Mitarbeitern weltweit drittgrößte Wissens- und Informationsdienstleister Kunden in mehr als 180 Ländern. Was über viele Jahrzehnte alternativlos auf bedrucktem Papier passierte, findet inzwischen selbstverständlich immer häufiger auf digitalem Wege statt – auch weil der Kunde es erwartet: Heute macht Wolters Kluwer 72 Prozent seines weltweiten Umsatzes mit digitalen Produkten.

Der weltweit drittgrößte Wissens- und Informationsdienstleister Wolters Kluwer bedient seine Kunden mit idealen Produktlösungen in mehr als 180 Ländern. Der weltweit drittgrößte Wissens- und Informationsdienstleister Wolters Kluwer bedient seine Kunden mit idealen Produktlösungen in mehr als 180 Ländern. (© 2017 Eric Remann; Deutsche Telekom)

Darüber hinaus investiert Wolters Kluwer in mobile Applikationen, Cloud-Dienstleistungen und integrierte Software-Lösungen. Angetrieben durch die Digitalisierung der Geschäftswelt ändern sich derzeit nicht nur die Arbeitsabläufe bei den Kunden substanziell, sondern auch etablierte Geschäftsmodelle werden existenziell beeinflusst. Wolters Kluwer unterstützt seine Kunden auf dem Weg vom analogen zum digitalen Arbeiten und bietet unter anderem Software-Lösungen an, die Anwälten, Unternehmensjuristen oder Steuerberatern und deren Kunden Arbeitsprozesse erleichtern. Und auch dem Endkonsumenten bietet Wolters Kluwer Software, Online- und Newsdienste wie Smartlaw, ein Portal, auf welchem Nutzer Rechtsdokumente online selbst erstellen und managen können.

Zentralisierung der IT-Infrastruktur

Mit Portfolio, Umsatz und Mitarbeitern wuchsen auch die Anforderungen an die eigene IT-Infrastruktur, die Wolters Kluwer seit einigen Jahren Stück für Stück zentralisiert. Erster Schritt: der Umzug von Jurion, einem Rechtsportal für die Recherche nach juristischen Fachinformationen sowie einer individualisierbaren Arbeitsumgebung für alle, die mit juristischen Inhalten arbeiten. Wolters Kluwer war mit dem Hosting in einem niederländischen Rechenzentrum unzufrieden und zog nach mehreren Ausfällen und Störungen, in denen das Portal für mehrere Stunden nicht erreichbar war, endgültig die Reißleine. Innerhalb von zwei Monaten verlagerte die Telekom Jurion auf ein eigenes Rechenzentrum in Ulm.

"Der wirklich kurzfristige Umzug ging problemlos über die Bühne. Seitdem hatten wir keinen Ausfall mehr."

Ralph Vonderstein
Geschäftsführer Wolters Kluwer

Ralph Vonderstein, Geschäftsführer Wolters Kluwer Ralph Vonderstein, Geschäftsführer Wolters Kluwer (© 2017 Eric Remann; Deutsche Telekom)

Hinzu kommt: Da Wolters Kluwer die Jurion-Plattform stetig weiterentwickelt, benötigt das Unternehmen auch spontan mehr Kapazitäten.

"Mit dem Managed Self Service-Portal können wir über eine Web-Oberfläche bei Bedarf unkompliziert mehr Rechenpower hinzubuchen."

Daniel Rosenbach
IT-Leiter Wolters Kluwer

Daniel Rosenbach, IT-Leiter Wolters Kluwer Daniel Rosenbach, IT-Leiter Wolters Kluwer (© 2017 Eric Remann; Deutsche Telekom)

Wolters Kluwer nutzt außerdem das so genannte Patch Management: Während des laufenden Betriebes können Teile des Jurion Systems offline genommen und daran gearbeitet werden.

Rund um die Uhr-Service

Nach Jurion zog Wolters Kluwer immer mehr Systeme in das Telekom Rechenzentrum um. Einen Teil bezieht der Konzern aus der Cloud, weitere Server sind im Housing-Betrieb der Telekom eingebunden, das bedeutet, dass Wolters Kluwer eigene Hardware ins Rechenzentrum gebracht hat. „Toll, dass dieser Mix im Telekom Rechenzentrum möglich ist“, sagt Rosenbach. Beim Management der Systeme sieht es ähnlich aus. Die internen Systeme betreut Wolters Kluwer selbst, bei anderen wie Jurion teilt sich der Verlag das Management mit der Telekom. Dadurch kann Wolters Kluwer einen Rundum die Uhr-Service anbieten, wichtige Kunden erreichen bei Problemen außerhalb der Öffnungszeiten einen Ansprechpartner der Telekom.

Damit alle Mitarbeiter jederzeit schnell auf alle Anwendungen und Daten zugreifen können, hat Wolters Kluwer mit der Telekom das komplette Unternehmensnetz neu aufgesetzt. Damit alle Mitarbeiter jederzeit schnell auf alle Anwendungen und Daten zugreifen können, hat Wolters Kluwer mit der Telekom das komplette Unternehmensnetz neu aufgesetzt. (© 2017 Eric Remann; Deutsche Telekom)

Die wichtigsten Standorte sind mit EthernetConnect-Anbindungen mit Bandbreiten bis zu einem Gigabit pro Sekunde an das Rechenzentrum in Ulm angeschlossen. „Bei mittlerweile rund 100 Wolters Kluwer-Servern im Rechenzentrum ist eine solche Lösung elementar für einen reibungslosen Betrieb“, sagt Vertriebsmitarbeiter Horst Rünz von der Telekom. Ausfälle werden unwahrscheinlich, denn die verschiedenen Systeme sind mit unterschiedlichen Back Up-Lösungen und Desaster Recovery-Strategien ausgestattet.

Sicherheit geht vor

Neben der Leistungsfähigkeit wird auch die IT-Sicherheit für Wolters Kluwer immer wichtiger. Eine Rolle bei der Auswahl des neuen Anbieters spielten auch die ISO-Zertifizierungen der Telekom. „Die benötigen wir für unsere Jurion Plattform, die ebenfalls zertifiziert ist, um unseren Kunden entsprechende Garantien zu bieten“, sagt Geschäftsführer Ralph Vonderstein. Jüngstes Projekt in der Zusammenarbeit mit der Telekom: die Zentralisierung der Firewalls. „Die Standorte hatten aus historischen Gründen unterschiedliche Firewalls und Internetausstiege“, sagt IT-Leiter Daniel Rosenbach. „Aber es bringt ja nichts, an einer Stelle hohen Schutz zu bieten, während es an anderer Stelle im Netz ein Schlupfloch mit einer weniger sicheren Lösung gibt.“ Auch die Firewall liegt nun zentralisiert im Rechenzentrum, und alle Mitarbeiter in ganz Deutschland gehen über Ulm ins Internet.

Langfristig will Wolters Kluwer die komplette IT-Infrastruktur aus der Cloud beziehen. Nächstes Projekt: Umzug der dezentralen Telefonanlagen in die Cloud . Damit wäre auch der Weg frei für eine Umstellung auf Voice over IP.

Weiterführende Links zum Thema

Telekom: Telefonanlagen in der Cloud

Info-PDF: Managed Self Service-Portal (Deutsche Telekom)

PDF: Managed Private Cloud (Deutsche Telekom)