Verjährungsfristen: Eine Mahnung tut es nicht

Bis zum Jahreswechsel ist für Unternehmer noch einiges zu erledigen: Besonderes Augenmerk sollten Sie dabei auf anstehende Verjährungsfristen Ihrer Schuldner legen. Denn aktualisieren Sie Ihre Ansprüche und Forderungen nicht auf den korrekten Wegen, bleiben Sie unter Umständen auf den unbezahlten Rechnungen sitzen.

Was ist konkret zu tun? Sie müssen beispielsweise ein gerichtliches Mahnverfahren auf den Weg bringen. Dazu beantragen Sie bei Ihrem zuständigen Amtsgericht den Erlass eines Mahnbescheides – das Justiz-Portal der Stadt Hamburg erklärt exemplarisch, wie Sie vorgehen können.

Wenn Sie hingegen nur eine schriftliche Mahnung versenden, erlischt Ihr Recht. Mit anderen Worten: Eine außergerichtliche Zahlungsaufforderung ist nicht ausreichend. Auch ein Brief per Einschreiben verlängert in diesem Zusammenhang nicht Ihre Ansprüche und Forderungen.

Wichtiges zum Jahreswechsel: Werden Sie aktiv

Was kann im schlimmsten Fall passieren: Laufen Verjährungsfristen ab, können sich Schuldner darauf beziehen und brauchen nicht mehr zu zahlen. Jetzt ist es Ihnen als Gläubiger auch nicht mehr möglich, noch Geld zu verlangen.

Die gesetzliche Regelung dazu finden Sie im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), Paragraf 204. In der Regel gilt für die Verjährungsfrist:

  • Nehmen Sie das Datum der Fälligkeit,
  • gehen Sie an das Ende des betreffenden Jahres und
  • addieren Sie drei Jahre.

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