Internet-Werbung: Es geht um Milliarden

Die Online-Werbung befindet sich in Deutschland auf Expansionskurs: Rund 5,17 Milliarden Euro sollen dieses Jahr in den Online-Markt investiert werden. Für Printmedien hingegen bleiben nur 4,74 Milliarden Euro übrig. Dies geht aus den Prognosen der Mediaagentur ZenithOptimedia hervor. Damit würde der Online-Markt die klassischen Zeitungen zum ersten Mal in der Geschichte überflügeln – zumindest was die Werbegelder betrifft. Insgesamt soll der deutsche Werbemarkt im Jahr 2015 um 2,2 Prozent wachsen.

Verantwortlich für das Internet-Wachstum ist vor allem der Boom von mobilen Endgeräten. Dafür könnten zwischen 2014 und 2017 die globalen Werbeinvestitionen von 5,1 Prozent auf 12,9 Prozent steigern. Obwohl die Medienbranche noch darum ringt, wie sich Mobile und Werbung am besten kombinieren lassen, sollen die mobilen Geräte in den nächsten zwei Jahren mit 70 Prozent zum globalen Werbewachstum beitragen.

Frank-Peter Lortz, Geschäftsführer von ZenithOptimedia, analysiert:

"Mobile und Online-Bewegtbild sind starke Treiber in Deutschland. Die Weichen für die Dominanz des Internets wurden allerdings bereits 2009 gestellt. Im Zuge der Finanzkrise verloren damals alle Mediengattungen drastisch, nur das Internet wuchs weiter. Speziell das Zeitungsland Deutschland muss angesichts dieser Entwicklung umdenken."

Werbemarkt wächst global

Dieses Jahr fließen 531 Milliarden US-Dollar in den globalen Werbemarkt. Dies entspricht einem Wachstum von 4,2 Prozent. Im Jahr 2016 sollen die Präsidentschaftswahlen in den USA und die Olympischen Sommerspiele in Rio für einen weiteren Wachstumsschub sorgen.

Weltweit betrachtet ist das Fernsehen das wichtigste Werbemedium. Zumindest noch. Denn der Online-Markt holt kräftig auf. Bis 2017 soll der Abstand des Internets zum Fernsehen auf vier Prozentpunkte schrumpfen.

Weiterführende Links:

  • Wie Unternehmer Werbung im Internet gelingt, erfahren Sie im Video auf mittelstand DIE MACHER.
  • Wie hat sich der Werbemarkt in den letzten Jahren entwickelt? Zahlen und Daten dazu gibt es bei AdForecast.