Förderbank übernimmt Ausfallrisiko

Die staatliche Förderbank KfW unterstützt ab dem 1. Juli gezielt die Digitalisierung des Mittelstands. Zwei neue Förderprogramme sind zur Finanzierung von Investitionen in die digitale Transformation und die Innovationstätigkeit gedacht und bieten kleinen und mittelständischen Unternehmen günstige Konditionen für Kredite. Die Zinssätze werden durch Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt gesenkt. Die Bank übernimmt zudem 70 Prozent des Ausfallrisikos von Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern, damit diese auch ohne Sicherheiten in eine Verbesserung der IT-Sicherheit, neue Herstellungsverfahren, die Vernetzung der Produktionssysteme oder die Forschung investieren können.

Firmen mit schwächerer Bonität profitieren

Durch die Unterstützung der Europäischen Union könne die KfW gerade Firmen mit einer schwächeren Bonität Kredite mit besonders günstigen Konditionen anbieten. Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, hält dieses Engagement für unabdingbar:

"Die Digitalisierung ist der Schlüssel für erfolgreiche Wertschöpfung im 21. Jahrhundert. Wir wollen die Innovationskraft des Mittelstandes unterstützen. Denn nur ein innovativer Mittelstand auf der Höhe der Zeit kann sich den globalen wirtschaftlichen Herausforderungen stellen."

Das Angebot richtet sich an etablierte Unternehmen und Freiberufler in Deutschland mit einem jährlichen Jahresumsatz von unter 500 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte das Wirtschaftsministerium bereits KfW-Fonds für Gründer aufgelegt.