"World Happiness Report" analysiert Zusammenhang zwischen Glück und Arbeit

Wie glücklich sind arbeitende Menschen? In Anbetracht der unzähligen Stunden, die wir bei der Arbeit verbringen, ist diese Frage wichtiger denn je. Wie aus dem "World Happiness Report 2017" hervorgeht, hängt das Glücks-Level offenbar von der Job-Position ab.

Die von Sustainable Development Solutions Network (SDSN) und der Ernesto Illy Foundation herausgegebene Studie ist bekannt für ihre Glücks-Rankings auf Länderebene. 2017 steht darin Norwegen ganz oben. In diesem Jahr wurde der Report um ein weiteres Kapitel ergänzt – es befasst sich mit Happiness at Work".

Das Ergebnis: Firmeninhaber und Selbstständige sind weltweit weniger glücklich als leitende Angestellte. 80 Prozent der befragten Unternehmer gaben an, mit ihrem Job zufrieden zu sein. Bei den Managern mit Führungsverantwortung waren es acht Prozent mehr. Die Autoren selbst waren von diesem Ergebnis überrascht, berichtet unter anderem die Nachrichtenwebsite "Quartz".

Regionale Unterschiede: Westeuropa macht Chefs glücklicher

Weitere Antworten der befragten Firmeninhaber weisen in die gleiche Richting: Auf die Fragen "Haben sie gestern viel gelächelt oder gelacht" oder "Wurden Sie gestern den ganzen Tag lang respektvoll behandelt?" sagten rund 70 Prozent "Ja" - bei den angestellten Führungskräften waren es rund fünf Prozent mehr.

Allerdings unterscheidet sich das Ergebnis je nach Region. So sind westeuropäische Chefs deutlich glücklicher mit ihrem Leben und ihrer Arbeit als etwa Firmeninhaber in Nordafrika oder Südostasien.

Gründe für die Unterschiede liefern die Autoren nicht. Für das unterschiedliche Glücksempfinden dürfte jedoch unter anderem die Arbeitszeit verantwortlich sein. Firmeninhaber arbeiten deutlich länger als (leitende) Angestellte und können in der Freizeit schlechter abschalten.