Noch vor kurzem waren Experten in Sorge: Wenig IT-Know-how und ein geringes Investitionsniveau bescheinigte KfW-Research 2016 dem deutschen Mittelstand. Insgesamt werde Digitalisierung „offensichtlich noch nicht als Thema wahrgenommen, auf das das gesamte Unternehmen strategisch reagieren muss, um nicht den Anschluss zu verlieren“, resümierten die Autoren der Studie seinerzeit.

Doch das hat sich mittlerweile offenbar geändert: Laut Digitalisierungsindex der Deutschen Telekom hat sich das Engagement mittelständischer Firmen seitdem stark erhöht. Während 2016 lediglich 27 Prozent die Digitalisierung fest in der Geschäftsstrategie verankert hatten, waren es 2017 bereits 42 – Tendenz: weiter steigend. Besonders bei kleinen Unternehmen mangelt es laut Studie jedoch noch immer am nötigen digitalen Know-how. Wie schaffen es Mittelständler, auch ohne eigene Experten und tiefgreifendes IT-Wissen von der Digitalisierung zu profitieren?

1. Mieten statt kaufen: Mit der Cloud werden Mittelständler agiler

Managed Hybrid Infrastructure mit Microsoft Azure

 

Die Telekom bietet Unternehmen mit Managed Hybrid Infrastructure die Möglichkeit, ihre gesamte IT-Infrastruktur in die Cloud zu verlagern. Oder nur Teile davon, wie zum Beispiel ein Enterprise-Resource-Planning-System aus der Cloud. Und das ohne Berührungspunkte mit dem Internet. Anders als bei gekauften Hard- oder Softwarekomponenten zahlen Unternehmen bei Cloud-Ressourcen immer nur genau das, was sie verwenden; abgerechnet wird bei Bedarf bis auf die Stunde genau. Mit Express Route schaltet die Telekom auf Wunsch eine eigene Leitung, die nur für ein Unternehmen bestimmt ist. Die Tarife dafür wurden speziell auf die Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen mit geringen IT-Budgets zugeschnitten.

 

Mit Managed Hybrid Azure bietet die Telekom alles aus einer Hand: IT-Ressourcen, Implementierung, Anbindung, Betrieb – und für die einfache Verwaltung der IT-Ressourcen ein übergreifendes Dashboard, in dem alles übersichtlich aufbereitet wird.

Die Cloud ist die Basis der Digitalisierung, heißt es oft. Dass es sich dabei nicht bloß um eine hohle Phrase handelt, belegen Zahlen: Laut Digitalisierungsindex sagen 75 Prozent der mittel-ständischen Unternehmen, die Cloud-Lösungen einsetzen, dass sie damit ihre Kosten optimieren konnten. Von einer höheren Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit der IT sprechen 72 Prozent. Drei Viertel der Unternehmen gestalten mit der Cloud ihre internen Prozesse effizienter. Das alles wirke sich, so die Unternehmen, auch positiv auf die Umsätze aus.

Auch interessant: Infrastructure-as-a-Service - Das sind die Vorteile

Dabei lässt sich im Grunde die gesamte IT in die Cloud auslagern: von den Büro-Arbeitsplätzen inklusive Betriebssystemen, Office-Anwendungen und Software-Lizenzen für alle möglichen Spezialprogramme über Speicher- und Back-up-Lösungen bis hin zu komplexen IT-Entwicklungsumgebungen.

2. Experten beauftragen: Managed Services für Mittelständler

Besonders mittelständische Unternehmen, die kein digitales Geschäftsmodell verfolgen, verfügen oft über keine eigenen IT-Fachkräfte. Hier empfiehlt es sich, Digitalisierungsprojekte mit so genannten Managed Service Providern anzugehen. „Das ist nicht nur für Unternehmen sinnvoll, die keine eigene IT-Fachabteilung haben“, sagt Martin König, Senior Produktmanager bei der Telekom. „Selbst die Unternehmen, die IT-Personal beschäftigen wollen, finden es oft nicht, weil Fachkräfte fehlen. Da bietet es sich an, entsprechende Aufgaben an einen Managed Service Provider auszulagern.“

Die Deutsche Telekom etwa bietet Unternehmen nicht nur IT-Infrastruktur aus eigenen Rechenzentren, sondern begleitet und berät darüber hinaus bei der Implementierung einer entsprechenden Struktur. Beispiel Managed Hybrid Azure: Damit bietet die Telekom Unternehmen die Möglichkeit, Teile ihrer IT oder die gesamte IT-Infrastruktur aus der Cloud von Microsoft Azure zu beziehen. Firmen zahlen nur so viel, wie sie verwenden und nutzen bei Bedarf IT-Kapazitäten, wie sie früher nur Großkonzernen mit viel Budget und eigenen Rechenzentren zur Verfügung standen.

Auch interessant: Ganz normal digital – wie ein Geschäftsführer seinen Business-Alltag meistert

3. Das Internet überholen: Eigene Leitung in die Cloud

Datentreuhänderschaft mit T-Systems

Auf Wunsch erhalten Unternehmen IT-Ressourcen von Microsoft Azure  aus deutschen Rechenzentren in Magdeburg und Frankfurt am Main. Die Telekom-Tochter T-Systems fungiert dabei als Datentreuhänder: Die Kundendaten sind ausschließlich in Deutschland gespeichert und der Zugriff darauf unterliegt den strengen deutschen Datenschutzgesetzen.

Ein Grund, weshalb manche Unternehmen Public-Cloud-Lösungen skeptisch gegenüberstehen, ist die Verbindung über das öffentliche Internet. Mit dem Telekom Hybrid Cloud Connect und einer so genannten Azure Express Route können Firmen eine eigene, private Anbindung nutzen, über die sie Cloud-Ressourcen beziehen. Damit profitieren sie von maximaler Sicherheit und sind unabhängig von Schwankungen in der Verbindungsqualität, wie sie in öffentlichen Teilen des Netzes auftreten können. Mit Express Route profitieren sie von einer garantierten Bandbreite und einem direkten Draht ins Rechenzentrum.