Adaptives Design: Was hinter dem Konzept steckt

Eins steht fest: Egal ob adaptives Design oder die responsives Design, Ihr Internetauftritt muss auf mobilen Geräten flüssig und problemlos laufen. Ein Blick in die aktuelle ARD/ZDF-Onlinestudie zeigt auch warum:

"Erstmals ist das Smartphone mit 66 Prozent und einem Zuwachs von 14 Prozentpunkten das meistgenutzte Gerät für den Internetzugang, noch vor dem Laptop mit 57 Prozent."

Ein Großteil Ihrer Zielgruppe wird demnach sehr wahrscheinlich mit den intelligenten Telefonen auf Ihrer Seite beziehungsweise Ihren Seiten landen.

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie Sie Ihren User das denkbar beste Surf-Erlebnis bieten können. Die beiden oben erwähnten Begriffe sind der richtige Ansatz. Aber was ist nun was? Und was passt besser – adaptives Design oder die responsives Design?

Starten wir mit einem Blick auf das adaptive Design:

  • Für jede Geräteform wird eine individuelle Seite geschrieben und auf den Server gelegt. Etwa eine für Tablets, eine für Desktop-PCs und eine für das smarte Handgerät.
  • Überflüssige Gestaltungspunkte wie Menüs, Buttons und vieles andere fallen für die mobilen Einzelversionen einfach weg. Das macht die Seite schlanker und optimiert das Surfen auf kleinen Bildschirmen.
  • Ruft nun ein Besucher Ihr digitales Aushängeschild auf, bekommt er die für sein Gerät perfektionierte Variante geliefert. Die Inhalte sind klar und lesbar dargestellt, Performance und Ladezeiten sind trefflich.

Fazit: Adaptives Design heißt, die Seite ist passgenau gestaltet. Die Nutzer bekommen dass, was sie wollen. Und die verbesserte Präsentation der Inhalte erhöht auch Ihren Return on Investment (RoI)

Exkurs: Womit das responsives Design punkten kann

Im Vergleich dazu basiert responsives Design auf einem etwas abgewandelten Prnzip:

  • Es gibt, anders als beim adaptiven Design, nicht für jedes Gerät eine einzelne Seite. Stattdessen liegt auf dem Server eine Version, die sich den unterschiedlichen Pixelgrößen der Bildschirme anpasst.
  • Ist ein Text beispielsweise nicht mehr nebeneinander darstellbar, wird er vertikal verschoben – die einzelnen Elemente 'schweben'.

Fazit: Responsives Design heißt, die Seite reagiert auf den Nutzer.

Da es allerdings nur 'eine' Version auf dem Server gibt, können Performance und Ladezeiten im Vergleich zur adaptiven Variante schlechter sein. Denn es werden immer alle Skripte und Frameworks geladen. Auch das Überflüssige muss berechnet werden.

Nutzeranalyse: Wann das Adaptive Design etwas für Sie ist

Es lässt sich also zunächst sagen: Adaptive Webseiten haben das Potenzial, flüssiger und schneller zu laufen. Das heißt aber nicht, dass die Variante pauschal für jeden zu empfehlen ist. Ob sich ein adaptives Design für Ihre Zwecke eignet, sollten Sie unbedingt über eine Analyse bestimmen.

Es geht primär darum, eine Customer Journey beziehungsweise eine Customer Experience nachzuvollziehen. Damit Sie nicht raten müssen, was Ihre Nutzer wollen, ist eine Marktforschungsoffensive anzuraten. Über Nutzerbefragungen erhalten Sie handfeste Daten. Klären Sie dazu unter anderem:

  • Mit welchen Bedürfnissen kommt ein User auf Ihre Seite?
  • Welche 'Probleme' möchte er gelöst haben?
  • Welches Gerät nutzt er für welchen Service?
  • Ändern sich die Erwartungen, Ansprüche und Verhaltensweise bei der Verwendung der verschiedenen Geräte?

Und etwas konkreter beispielsweise:

  • Kauft ein Kunde in Ihrem Online-Shop mit einem normalen Computer, einem Tablet oder einem Smartphone ein?

Die Liste der Fragen sollte auf jeden Fall zu Ihrem individuellen Angebote passen.

Wie geht es weiter? Anhand der Daten schlüsseln Sie auf, welche Inhalte auf welchen Geräten Priorität haben. Das klingt sehr abstrakt, daher halten wir uns einfach an ein paar Beispiele. Denkbare wäre etwa, ein Kunde möchte mit dem Smartphone zuerst die Öffnungszeiten Ihrer Filiale erfahren – vielleicht ist er gerade unterwegs und will kurz vorbeischauen. Surft er hingegen mit dem Laptop auf Ihrer Seite, interessieren ihn vor allem Produktvideos.

Der User 'will' also vielleicht unterschiedliche Inhalte auf unterschiedlichen Apparaten zuerst sehen. Ist dies der Fall, lohnt sich tatsächlich ein adaptives Design. Möchte der Kunde eigentlich immer das gleiche, egal ob er mit dem Tablet bei Ihnen landet oder ob er den Laptop nutzt, brauchen Sie im Prinzip nur eine einzige Seite. In solch einem Fall empfiehlt sich daher responsives Design, denn Sie müssen nicht viele einzelne Webpages konzipieren und bauen.

Weiterführende Links:

  • Adaptives Design, Smartphones und Co: Worauf es beim Mobile Marketing noch ankommt, erläutern wir in unserem Ratgeber.
  • Typisch Frau, typisch Mann – stecken hinter diesen banalen Phrasen auch Wahrheiten? Zumindest macht sich das Gender Marketing die Unterschiede der Geschlechter beim Kaufverhalten wirtschaftlich zunutze. Die Forschung gibt ihr Recht.