Affiliate-Marketing: Werben mit Partnern

Dieses Modell bietet interessante Möglichkeiten für Unternehmen, um in langfristigen Kooperationen mit Partnern, den sogenannten Affiliates, für ihre Produkte oder Dienstleistungen zu werben. Doch wie genau funktioniert es, und was treibt den Erfolg? Hier sind vier Tipps für erfolgreiches Affiliate-Marketing.

1. Werbepartner in Marketingmaßnahmen einbinden

Viele Unternehmen machen den Fehler, nach dem Abschluss einer Partnerschaft das Affiliate sich selbst zu überlassen. Viel erfolgversprechender ist es jedoch, relevante Informationen über Marketingmaßnahmen an den Werbepartner weiterzureichen und diesen aktiv mit Hinweisen zu versorgen, die für seine Strategie von Bedeutung sein können.

So funktioniert Affiliate-Marketing

Affiliate-Marketing ist eine Form des Online-Marketings. Unternehmen arbeiten hierbei mit Vertriebspartnern zusammen, den Affiliates. Diese platzieren Links oder Werbebanner des Unternehmens auf ihrer Webseite. Die Werbemittel werden vom Unternehmen gestellt, der Partner fungiert als Werbeträger. Die Abrechnung erfolgt nach verschiedenen Cost-per-Action-Modellen.

Darunter fallen aktuelle Rabattaktionen, Produkte, die sich besonders gut verkaufen, oder auch Zeiträume, zu denen die Conversion Rate bei bestimmten Artikeln besonders hoch ist. Das können sowohl Tageszeiten sein als auch Jahreszeiten. Nicht zuletzt werden Affiliates durch exklusive Neuigkeiten stärker an das Unternehmen gebunden.

2. Das passende Abrechnungsmodell

Die gängigsten Modelle für die Abrechnung beim Affiliate-Marketing sind Cost per View (für den reinen Besuch der Aktion), Cost per Click (auf das Werbebanner), Cost per Lead (für eine erfolgreich vermittelte Kontaktadresse) und natürlich das Modell Cost per Sale (für einen vermittelten Verkauf). Jedes Abrechnungsmodell hat seine Vor- und Nachteile, welche auch abhängig vom Produkt, dem Werbeumfeld und dem Ziel der Werbemaßnahmen sind. 

Bewährt hat sich aus Unternehmersicht die Cost-per-Sale-Abrechnung. Dabei erhält der Werbepartner eine Provision, welche sich in Bezug zur Höhe der Bestellung berechnet. Somit wird das Risiko der Werbeinvestitionen durch diese Variante minimiert.

Cost per Sale – aus Unternehmersicht ist diese Vergütungsmethode risikominimiert. Cost per Sale – aus Unternehmersicht ist diese Vergütungsmethode risikominimiert. (© 2017 Shutterstock / Mathias Rosenthal)

Eine Cost-per-Click-Vergütung sollten Unternehmen nur mit Partnern vereinbaren, mit denen bereits eine Vertrauensbasis besteht und bei denen der Traffic entsprechend konvertiert. Dann kann der Unternehmer durch diese Variante Geld sparen.

Eine Leadvergütung ist hingegen nur geeignet, wenn eine Kontaktaufnahme durch eine Gewinnspielteilnahme oder das Ausfüllen eines Formulars im Vordergrund steht.

3. Belohnungen für die Top-Publisher

Im Affiliate-Marketing ist die sogenannte 80/20-Regel geläufig: 80 Prozent des Umsatzes eines Unternehmens werden von lediglich 20 Prozent der Partner generiert. Diese Top-Publisher sollten besondere Aufmerksamkeit bekommen: nicht nur über exklusive Werbemittel und Sonderkonditionen, sondern auch über persönlichen Kontakt.

Zusatzprovisionen für Performance-Steigerungen sind ebenfalls eine gute Option, auch Performance-Rallyes haben sich etabliert. Hier erhält der erfolgreichste Partner am Ende einer vorher definierten Laufzeit eine Zusatzvergütung.

4. Facebook nicht vergessen

Im Online-Marketing sind Facebook-Ads mittlerweile gang und gäbe, um ein Produkt beim Kunden zu bewerben. Doch auch profitable Affiliates tummeln sich in dem sozialen Netzwerk. Insofern können auf Affiliates ausgerichtete Facebook-Kampagnen ein sehr effizienter und erfolgversprechender Akquiseweg sein. 

So lässt sich zum Beispiel der Begriff „Adsense“ zum Targeting nutzen. Wer sich für Adsense interessiert, betreibt mutmaßlich eine Webseite mit Traffic und könnte insofern auch an einem Affiliate-Marketing-Programm interessiert sein, um diesen Traffic in Geld zu verwandeln.

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