Content Seeding stärkt den Verkauf

Längst veröffentlicht Millionen Menschen Inhalte (neudeutsch: Content) kostenlos im Netz und erreichen potenziell viele Nutzer. Diese Möglichkeiten nutzt Content Seeding strategisch aus. Damit werden gezielt Inhalte im Netz “ausgesät” und die Reichweite der eigenen Webseite durch Backlinks gestärkt. Der Traffic und das Ranking in den Suchmaschinen steigen an. In der Folge soll das auch mit den Verkaufszahlen passieren. Dafür sollten Sie wissen, wo sich Ihre Zielgruppe im Netz tummelt und mit welcher Form von Content man sie erreicht. Eine Zielgruppen- und Medienanalyse ist der erste Schritt für ein erfolgreiches Content Seeding:

  • Wer ist Zielgruppe Ihres Unternehmens, Ihres Produkts?
  • Wen wollen Sie (zusätzlich) erreichen?
  • Welche Kanäle nutzt diese Zielgruppe?
  • Welcher Content kommt gut bei ihr gut an?

Denken Sie langfristig! Content Seeding ist keine einmalige Kampagne, sondern ein strategischer Prozess, bei dem laufend nachgesteuert werden muss. Einerseits bei den Kanälen, andererseits bei der passenden Form für den Content. Das können zum Beispiel Newsletter, Infografiken, Whitepaper oder häufig geteilte Videos sein. Vielleicht beteiligen Sie sich sogar aktiv an einer Online-Konferenz zu einem passenden Thema.

Hier spielt der Content

Neben traditionellen bezahlten Kanälen, wie Werbung, lassen sich Inhalte auch kostenlos über folgende Kanäle verbreiten:

  • Soziale Netzwerke. Ohne geht es heute nicht. Google plus, Youtube, Facebook, Twitter, Linkedin, Social Bookmarking Dienste wie Digg, Delicious, Foto-Communities und -blogs wie Pinterest können effektiv sein.
  • Vielbesuchte Blogs und Foren sind gute Anlaufstellen, um Inhalt unterzubringen. Neben dem eigenen Unternehmensblog, gibt es thematisch eher offene Plattformen oder speziellere monothematische Seiten. Passen Sie den Inhalt entsprechend an.
  • Journalistische Medien. Um dort veröffentlicht zu werden, muss der Content als Geschichte erzählbar oder exklusiv sein.

Content Seeding soll für Reichweite sorgen, aber auch gezielt Themen besetzen. Sie haben das Rad nicht neu erfunden? Dann suchen Sie Menschen, die sich mit relevanten Themen länger beschäftigen, einen Ruf als Spezialist haben und ihre Zielgruppe gut erreichen. Das können Journalisten, bekannte Blogger, Promis, Forenbetreiber, Mitarbeiter, Youtuber oder andere sein, deren Äußerungen viele verfolgen. Solche Multiplikatoren, oder “Influencer” können Sie idealerweise auch mit einbeziehen. Suchen Sie den direkten Kontakt, zum Beispiel per Mail oder Anruf. Sprechen Sie auch Personen oder Unternehmen an, die in Ihrem Content vorkommen, sowie Personen und Organisationen mit ähnlicher Motivation. Womöglich beziehen sie die Multiplikatoren mit in die Content Produktion ein, um zu beraten oder selbst mitzugestalten.

Mit Content Mehrwert säen

Das funktioniert nicht ohne hochwertigen Content, der den Nutzern einen Mehr- oder Unterhaltungswert bietet. Vermeiden Sie Inhalte, die reine Verkaufsnummer sind. Langweilige Werbung wird seltener geklickt und geteilt, erst recht von Influencern.

Checkliste für eine effektive Content Seeding Strategie:

  • Der Inhalt ist das Herz des Content Seeding. Texte und Grafiken sollten für die Zielgruppe leicht verständlich und trotzdem wissenswert sein.
  • Nutzwert oder Unterhaltungswert sollten schon in der Überschrift oder spätestens im Teaser klar erkennbar sein. Menschen wollen unterhalten werden und dazu lernen. Etwas Lustiges, Aufregendes oder Überraschendes teilt man auch gern mit Freunden oder Kollegen. Finden Sie heraus, was das für Ihre Zielgruppe bedeutet.
  • Orientieren Sie sich an Trends. Aktualität ist wichtig, aber nicht alles. Achten Sie aber darauf, dass der Content nicht bald wieder veraltet ist. Sorgen Sie für einen Mix aus Neuigkeiten und Inhalten, die auch längerfristig interessant bleiben.
  • Finden Sie die relevanten “Multiplikatoren” für Ihr Thema und Ihre Zielgruppe. Nehmen Sie Kontakt auf. Ideal ist es, wenn Sie Influencer in Ihren Content einbinden, etwa mit einem Interview oder einem Gastbeitrag. Pflegen Sie den Kontakt für künftige Zusammenarbeit.

Den Content gestalten

Beim Content Seeding sollten Sie die Regeln nutzerfreundlicher Gestaltung, sprich Usability, beachten. Während der Content-Produktion optimieren Sie die Keywords, damit Inhalte gut mit der Suchmaschine gefunden werden. Publizieren Sie Inhalte auf Ihrer Webseite und den anderen Kanälen. Dann können Sie auf Social Media und Werbung setzen und weitere Möglichkeiten nutzen, zum Beispiel allgemeinere Plattformen wie Presseportale.

Halten Sie fest, was Sie gelernt haben. Passen Sie die Strategie an Ihre Ziele an. Wie oft wird ihr Content geteilt, wie hat sich der Traffic Ihrer Seite entwickelt? Findet Ihr Content Wiederhall? Reichweite der Inhalte, der Besucherstrom auf ihrer Seite und die soziale Resonanz in den Netzwerken lassen sich quantifizieren.

Weiterführende Links:

  • Content Audit – das klingt nicht gerade spannend. Doch eine umfassende Bestandsanalyse Ihrer Website-Inhalte inklusive Bewertung lohnt sich und ist ein Teil einer gut durchdachten Content-Strategie.
  • Mit möglichst geringem Aufwand einen größtmöglichen Ertrag erzielen. Das ist das Ziel von A/B-Testing. Wir zeigen Ihnen, was diese Testmethode bringt und stellen Ihnen die besten Tools vor.
  • Reichweite erhöhen, Awareness steigern und Traffic aufstocken: Die Google-News-Anmeldung ist ein Segen für Ihren Content. Bevor Sie aber damit im Index auftauchen, gibt es inhaltliche und technische Standards zu erfüllen.