Warum Cookies auch den Anwendern helfen

Wer im Internet unterwegs ist, der hinterlässt unter anderem digitale Spuren, an denen Webseiten wiederkehrende Nutzer erkennen. Cookies heißen solche individuellen Datenpakete. Sie speichern zum Beispiel persönliche Seiteneinstellungen sowie Anmeldeinformationen auf Computern und mobilen Geräten.

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Das nutzt nicht nur dem Betreiber der Webseite beim Auswerten der Klickzahlen. Cookies bedeuten auch für den Anwender mehr Komfort beim Surfen, weil er seine Zugangsdaten nicht jedes Mal eingeben oder den mühsam gefüllten Warenkorb neu zusammenstellen muss.

Die rechtlichen Regeln zum Cookie-Hinweis

So praktisch Cookies für Seiteninhaber und Nutzer sind, so knifflig ist ihr juristisch korrekter Einsatz. Das Verarbeiten von personenbezogenen Daten ist – nicht nur – in Deutschland gesetzlich geregelt. Die rechtlichen Grundlagen des Datenschutzes finden sich im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und dem Telemediengesetz (TMG).

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Ungeachtet der deutschen Regelungen hat die Europäische Union im Jahr 2011 die Richtlinie 2002/58/EG erlassen. Besser bekannt als Cookie-Richtlinie. Diese verlangt für den Einsatz von Cookies eine ausdrückliche Einwilligung des Nutzers. Allerdings ist eine EU-Richtlinie nicht automatisch nationales Gesetz und so wurde diese bisher in Deutschland nicht zwingend umgesetzt. Stattdessen folgten Webseiten in der Regel dem Telemediengesetz § 15 Abs. 3, laut dem es ausreicht, den Nutzer über das Verwenden von Cookies zu unterrichten und auf ein Widerspruchsrecht hinzuweisen. Seit Eintritt der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Mai 2018 ist das Befolgen des TMG aber zu wenig.

Cookie-Hinweis einblenden reicht nicht mehr

Fein raus sind Seitenbetreiber, wenn sie keine Cookies verwenden. Dann reicht eventuell eine Datenschutzerklärung völlig aus.

Das dürfte aber nur bei einer verschwindend kleinen Minderheit zutreffen. Denn die meisten Webseiten nutzen Cookies, oft auch zusammen mit diversen Google-Produkten. Sobald das der Fall ist, wird neu seit Mai 2018 ein Cookie-Hinweis unumgänglich, bei dem der Anwender in die Nutzung seiner Daten einwilligen kann.

Cookie-Hinweis Auch auf mobilen Geräten muss der Cookie-Hinweis zu sehen sein. (© 2018 Shutterstock / Ditty_about_summer)

Wie genau ein Cookie-Hinweis auszusehen hat, erklärt die DSGVO nicht. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte er jedoch folgende Angaben enthalten:

  • allgemeine Informationen über Cookies (was sind Cookies, wozu dienen sie)
  • welche Daten die Cookies genau speichern und zu welchem Zweck
  • wie lange sie die Daten speichern (Maximum ist ein Jahr)
  • Link zu detaillierten Informationen (beispielsweise auf die Datenschutzerklärung)
  • klickbare Buttons zum Zustimmen oder Ablehnen der Datennutzung

Was beim Cookie-Hinweis noch wichtig ist

Der Cookie-Hinweis sollte weder als Pop-up-Fenster erscheinen, noch irgendwo am Seitenrand, sondern im Idealfall als passend eingebaute Lay-over-Einblendung. Im ersten Fall könnten viele Nutzer den Hinweis erst gar nicht zu Gesicht bekommen, da sie Pop-up-Blocker nutzen. Im zweiten wäre es möglich, die Seite zu nutzen, ohne eingewilligt oder abgelehnt zu haben.

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Wenn der Anwender seine Zustimmung verweigert, muss er übrigens trotzdem Zugriff auf die Webseite erhalten. Der Betreiber darf dann jedoch seine Daten nicht sammeln. Die Zustimmung muss der Nutzer zudem einfach widerrufen können.

Cookie-Hinweis kreativ gestalten

Die Thematik ist sowohl für Nutzer als auch für Seitenbetreiber recht trocken. Der Cookie-Hinweis selbst muss es nicht sein. Seitenbetreiber können sich beispielsweise einen witzigen Text dazu einfallen lassen oder ein witziges Bild darin einbinden. Bei aller Kreativität sollten sie aber darauf, dass der Cookie-Hinweis die nötigen Informationen enthält und zum Markenauftritt passt.