Was ist Crowdfunding?

Crowdfunding-Projekte nutzen für ihre Finanzierung die finanziellen Ressourcen eines möglichst großen Pools von Unterstützern. Auf Plattformen werden die Projekte vorgestellt und Interessierte können sich für einen meist beliebig hohen Beitrag entscheiden, den sie zur Umsetzung leisten möchten.

Als Gegenleistung erhalten Geldgeber einen sogenannten Reward, der von der Höhe der Zahlung abhängt, zum Beispiel eine Namensnennung auf der Internetseite oder ein Exemplar des fertigen Produkts. Für etablierte Unternehmen kann sich Crowdfunding zum Beispiel lohnen, um mehr Aufmerksamkeit für ein innovatives Produkt zu gewinnen, oder um bei einem risikoreichen Projekt sicherzustellen, dass sich genug Käufer dafür finden.

Die richtige Plattform wählen

Bevor Unternehmer eine Kampagne starten können, müssen sie sich für eine geeignete Crowdfunding-Plattform entscheiden. Dabei spielt unter anderem eine wichtige Rolle, ob die Kampagne nur national oder auch international laufen soll.

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Für internationale Projekte eignen sich zum Beispiel die Plattformen Kickstarter und Indiegogo. National sind Startnext und VisionBakery zu nennen. Unter Umständen kommt es auch in Frage, eine themenbezogene Plattform zu wählen. Dort lässt sich direkt eine potenziell interessierte Zielgruppe erreichen, allerdings meist auch weniger Menschen als bei größeren Anbietern. Nicht zuletzt sollten Unternehmer auch die Aufmachung und das Konzept der Seite genau betrachten und entscheiden, ob es zu ihrem Projekt passt.

Die passende Zielsumme festlegen

Das ist leichter gesagt als getan, denn Crowdfunding-Projekte laufen oft nach dem Prinzip „Alles oder nichts“ ab: Wenn eine Kampagne das Finanzierungsziel nicht erreicht, geht das Geld an die Unterstützer zurück. Die Zielsumme sollte deshalb nicht unrealistisch hoch angesetzt sein. Zu bedenken ist bei der Wahl aber auch, welcher Betrag für die Umsetzung mindestens nötig ist. Dabei sollten Unternehmer auch die Kosten für die Rewards und deren Versand einberechnen.

Crowdfunding-Projekte: So gelingt die Finanzierung Crowdfunding-Projekte finanzieren sich durch viele kleine Geldgeber. (© 2018 Shutterstock / Olivier Le Moal)

Attraktive Rewards anbieten

Bei der Auswahl der Rewards ist es wichtig, die Zielgruppe nicht aus den Augen zu verlieren und zu bedenken, was für sie interessant ist. Bei einem innovativen Produkt ist es naheliegend, dieses zu einem Preis abzugeben, der unter dem späteren Verkaufspreis liegt.

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Allerdings möchte vielleicht nicht jeder Unterstützer direkt das Produkt erwerben. Deshalb gilt es auch, potenziellen Geldgebern für kleinere Beträge Rewards anzubieten, die einen Mehrwert haben und einen Anreiz zur Unterstützung darstellen.

Unterstützer für Crowdfunding-Projekte finden

Die Unterstützer sind das Herzstück der Crowdfunding-Kampagne – wenn sich zu wenige finden, wird die Finanzierung nicht erfolgreich sein. Also sollten Inhaber viel Zeit und Kraft investieren, um möglichst viele Menschen für ihr Projekt zu begeistern – und das am besten möglichst schnell.

Je mehr Geldgeber eine Kampagne gleich zu Anfang hat, desto erfolgreicher kann sie werden. Erreicht das Projekt schnell eine hohe Summe, macht das einen guten Eindruck auf weitere potenzielle Unterstützer und Multiplikatoren. So lassen sich beispielsweise Unterstützer für Crowdfunding-Projekte finden:

  • Die Geschichte spannend gestalten: Präsentieren Sie sich und Ihr Projekt auf passende und interessante Weise. Ein gut gemachtes Video lohnt sich dabei immer und gibt den potenziellen Unterstützern einen guten Einblick.
  • Vorhandene Kanäle nutzen: Die Kampagne sollte natürlich nicht nur isoliert auf der Crowdfunding-Plattform laufen. Nutzen Sie stattdessen alle bestehenden Kanäle, um auf Ihr Projekt aufmerksam zu machen, zum Beispiel einen Newsletter, die Unternehmenswebseite oder Social Media-Kanäle.
  • Journalisten mit einbinden: Auch Journalisten und Blogger sind gute Multiplikatoren, die Sie nicht vernachlässigen sollten. Konzentrieren Sie sich dabei vor allem auf Medien, die zum Projekt und der Zielgruppe passen und die idealerweise bereits über ähnliche Crowdfunding-Projekte berichtet haben.