Händehygiene beginnt beim Hände waschen

Eben gerade haben Sie noch Ihrem kranken Kollegen zum Abschied die Hand geschüttelt und nun beißen Sie genüsslich in Ihr Sandwich. Wenn Sie nicht gerade über ein eisernes Immunsystem verfügen, dann stecken Sie sich bei solchen Gelegenheiten mit Krankheitserregern an. Das würde wahrscheinlich nicht passieren, wenn Sie sich vor dem Essen die Hände waschen. Das sollten Sie im Übrigen auch zu anderen Gelegenheiten tun, nämlich:

  • jedes Mal, wenn Sie nach Hause kommen,
  • nach dem Gang zur Toilette,
  • wenn Sie mit Abfällen in Kontakt waren,
  • nachdem Sie Tiere berührt haben,
  • nachdem Sie niesen, husten oder sich schnäuzen,
  • nachdem Sie mit Kranken oder von denen berührten Gegenständen in Kontakt waren,
  • nachdem Sie potenziell verunreinigte Materialien angefasst haben (zum Beispiel Haltegriffe in der U-Bahn).

Hände richtig waschen und trocknen: So geht's

Auch das Wie ist beim Händewaschen entscheidend. Wer seine Hände nur einmal kurz mit Wasser abbraust, kann wahrlich nicht von einer Händewaschung sprechen. Auch wenn das besser als nichts ist. Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt folgende Vorgehensweise: Hände anfeuchten, mit Seife einreiben und gründlich abspülen. Klingt unkompliziert und ist es auch. Wichtig ist nur, dass Sie mit Gründlichkeit vorgehen. Achten Sie insbesondere darauf, die Seife auf Handrücken, Handgelenken und zwischen den Fingern zu verreiben.

Zum Trocknen der Hände sind Einmalhandtücher aus Papier am besten geeignet. Einweghandtücher sind ebenfalls eine gute Alternative. Von Gemeinschaftshandtüchern sollten Sie am besten die Finger lassen, da diese oftmals mit Keimerregern infiziert sind.

Händedesinfektionsmittel: Präventiv oder verpflichtend?

Außerdem sollten Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zur hygienischen Händedesinfektion bieten. Sie dient vorwiegend als zusätzliche Präventionsmaßnahme. In manchen Bereichen ist sie sogar Pflicht, wie zum Beispiel in Medizin- und Pflegeberufen, der Gastronomie und der Lebensmittelindustrie.

Auch bei dieser Art der Händehygiene kommt es auf die richtige Methode an: Anders als bei der Händewaschung tragen Sie das Mittel auf ihren trockenen Händen auf. Dann verreiben Sie es über sämtliche Bereiche – also auch zwischen den Fingern, auf Nägeln und Handgelenken. Massieren Sie anschließend das Händedesinfektionsmittel solange ein, bis es vollständig eingezogen beziehungsweise verdunstet ist – das dauert in etwa 30 Sekunden.

Tipp: Händedesinfektionsmittel sind auf der Dienstreise die perfekte Alternative zur normalen Händewaschung, wenn gerade kein Waschraum in Reichweite ist.

Händepflegemittel bereitstellen

In manchen Berufen ist die Bereitstellung von zusätzlichen Händepflegemitteln Pflicht, etwa bei Feuchtarbeiten. Wichtig: Erstellen Sie in solchen Fällen einen Hautschutzplan und unterweisen Sie Ihre Mitarbeiter in der richtigen Handhabung der Hautschutzmittel. Bereits die kleinsten Hautrisse können gefährlich werden. Deshalb ist beispielsweise häufiges Eincremen für manche Berufsfelder unerlässlich.

Grundsätzlich gilt: Aufgeklärte Mitarbeiter sind gesündere Mitarbeiter. Deshalb sind Schulungen zur Händehygiene – ganz gleich welchen Betrieb Sie führen – immer sinnvoll.

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