Im Raum Stuttgart haben wir die Weichen für die digitale Zukunft gestellt: Die Landeshauptstadt und ihre fünf benachbarten Landkreise setzen beim Breitbandausbau künftig auf die Deutsche Telekom. Eine Entscheidung, die Ende des Jahres formal besiegelt werden soll – und uns bereits heute stolz macht. Aber zugleich eine große Verantwortung darstellt. Denn neben den knapp drei Millionen Menschen sind hier diverse Weltmarktführer zu Hause, die Stuttgart und Umgebung zu einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Europas machen.

Glasfaser für Unternehmen und Haushalte

Zur Person

Dr. Dirk Wössner, Jahrgang 1969, ist Mitglied des Vorstands der Deutschen Telekom AG und verantwortlich für Vertrieb, Marketing und Service von Festnetz- und Mobilfunk-Produkten für Privat- und Geschäftskunden in Deutschland. Er ist zudem Sprecher der Geschäftsführung der Telekom Deutschland GmbH.

Wir sind nun in der Pflicht, für die Menschen und Unternehmen die notwendige Basis für die Innovationen von morgen zu schaffen. Deshalb werden wir bis 2022 rund 90 Prozent der Unternehmensstandorte in Gewerbegebieten mit Glasfaser versorgen. Drei Jahre später wollen wir bereits sämtliche Gewerbegebiete, alle förderfähigen Schulen und jeden zweiten Haushalt mit Glasfaser bis ins Gebäude versorgen. Und bis 2030 sollen alle 140.000 Unternehmensstandorte und Betriebe sowie 90 Prozent der Haushalte von Gigabit-Anschlüssen profitieren. Tag für Tag, Monat für Monat wird das Gigabitnetz wachsen.

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Ein weiterer, essentieller Bestandteil ist die Internetverbindung via Mobilfunk. Wir werden die LTE-Abdeckung auf 98 Prozent heben, indem wir Lücken schließen und neue Mobilfunkstandorte errichten. Doch das ist nur ein Zwischenschritt. Denn wir wissen auch: In Metropolen wird in Zukunft ohne die nächste Mobilfunknetzgeneration 5G gar nichts gehen. Deshalb errichten wir schon heute gemeinsam das Netz von morgen. Die Region Stuttgart ist hier Vorreiter. Als eine der ersten Regionen soll dort der Kommunikationsstandard der nächsten Generation die Basis für das Internet der Dinge bilden.

Eine Regulierung des Glasfasernetzes wäre kontraproduktiv

Die Kür der Digitalsten: der Digital Champions Award

 

Baden-Württemberg ist nicht nur eine der wirtschaftsstärksten Regionen Europas, sondern auch eine der digitalsten. Das zeigte unter anderem kürzlich die DIGITALSOUTHWEST: Bei der Informations- und Netzwerkveranstaltung brachte die Telekom Mittelständler, Start-ups, Politiker und Verbände in Stuttgart zusammen.

 

Bevor es so weit ist, haben wir noch eine Menge Arbeit vor uns. Dabei ist mir ein Punkt besonders wichtig: Nur gemeinsam mit unserem Partner planen, bauen und betreiben wir dieses Netz. Dritten werden wir es zu fairen und marktwirtschaftlichen Konditionen öffnen. Daher ist ein regulierender Eingriff weder notwendig noch zielführend. Im Gegenteil. Die alten Kupfer-Regulierungsgrundsätze sollten auf keinen Fall auf unser neues Glasfasernetz übertragen werden.

 

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Nur auf diese Weise ist es möglich, in der Region Stuttgart das Netz im geplanten Zeitraum zu den veranschlagten Kosten zu bauen. Eine Regulierung wäre kontraproduktiv. Meine Erfahrung zeigt, dass die Menschen und Unternehmen in der Region es genauso sehen: Kein Unternehmen, das in den Glasfaserausbau investiert, wünscht sich regulierende Eingriffe.

Schon bald 50 Mbit/s für 80 Prozent der Haushalte

Und wir wissen auch: Ob Menschen ländliche Gegenden verlassen, weil sie woanders bessere Perspektiven vorfinden, oder ob sie bleiben, weil sich Großunternehmen wie Mittelständler dort niederlassen, hängt nicht zuletzt von der Breitbandversorgung ab. Deshalb nehmen wir unseren Auftrag als Digitalisierungspartner der Republik ernst. Nur ein Beispiel: Alle acht Minuten stellen wir ein Multifunktionsgehäuse auf. Das sind diese grauen Kästen am Straßenrand, die voller Technik stecken, die Deutschland braucht. Noch 2018 werden wir darüber hinaus mit unserem Glasfasernetz die 500.000-Kilometer-Marke knacken. Und bis Ende 2019 werden rund 80 Prozent aller Haushalte in Deutschland von mindestens 50 Mbit/s profitieren.

Telekom ist größter Digitalisierungs-Investor Deutschlands

Niemand baut so konsequent an der digitalen Infrastruktur wie die Telekom. Das macht uns zum Digitalisierungsmotor Deutschlands. Und niemand investiert so viel wie wir. Das unterstreicht das Gigabitprojekt in der Region Stuttgart einmal mehr. Im Kern geht es uns dabei um die Interessen der Bürger, Kommunen und Unternehmen. Denn in Bezug auf die Zukunftsfähigkeit Deutschlands sitzen wir alle im selben Boot.