Vor dem Abflug schnell noch die Ankunft per E-Mail ankündigen, sich über Anschlussflüge informieren und das Wetter am Zielort checken: das ist nun auch in aller Ruhe über den Wolken möglich. Die Nutzung des Internets im Flugzeug setzt sich weiter durch. Wo Smartphones, Laptops und Tablets früher in der Luft offline waren, bleiben mobile Geräte heute über ein WLAN-Angebot an Bord online. Digitale Satelliten-Technologie bringt das Internet in Flugzeuge in der Luft. Über einen Hotspot kommen Passagiere in der Kabine dann online. Ein Service, den Fluggäste mittlerweile als selbstverständlich voraussetzen: Gute und schnelle Internetverbindungen sind für 60 Prozent aller Reisenden im Flugzeug kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit. Das zeigt eine Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) von 2017.

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Wer sich heute für einen Flug entscheiden soll, der schaut genau hin: Nicht nur der Preis zählt, sondern auch die Internetverfügbarkeit an Bord. Laut Studie der Unternehmensberatung Roland Berger gehört der Webzugang über den Wolken zu den drei wichtigsten Auswahlkriterien für Reisende. Und: Neun von zehn Passagieren würden ein Internetangebot an Bord eines Flugzeugs auch nutzen, wenn es denn vorhanden ist. Für Fluggesellschaften sind laut der Roland Berger-Studie „Spread your wings“ Mehreinnahmen von bis zu 4 Euro pro Passagier möglich: Auf Kurzstrecken sind 1,20 Euro und auf Langstrecken etwa 3,60 Euro je Fluggast drin. Die Erträge stammen dabei nicht nur aus den Einnahmen für den kostenpflichtigen WiFi-Zugang, sondern auch aus gezielten Shopping-Angeboten, Werbung und Sponsorings.

Die London School of Economics geht davon aus, dass bis 2035 weltweite Umsätze in Höhe von 130 Milliarden US-Dollar erzielt werden können. 30 Milliarden Dollar entfielen allein auf Extra-Einnahmen der Airlines. „Die Erträge aus dem reinen Flugticketverkauf sind seit Jahren rückläufig", sagt Martin Streichfuss, Partner von Roland Berger, in einer Pressemitteilung. „Umso wichtiger ist es für die Fluggesellschaften, neue Produkte zu entwickeln, für die Kunden Zahlbereitschaft zeigen. Denn schließlich haben alle Fluggesellschaften weltweit zusammen rund eine Milliarde Passagiere. Dahinter steckt für die Branche also ein großes Geschäftspotenzial."

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Internet auf Eurowings-Flügen

Die Fluggäste haben die Auswahl zwischen drei Internetpaketen:

  • Connect S mit reinem Messaging für 3,90 Euro pro Flug
  • Connect M (Surfen inklusive Filme und Serien) für 6,90 Euro pro Flug
  • Connect L (Streaming inklusive Filme und Serien) für 11,90 Euro pro Flug

Wollen Passagiere von Eurowings online gehen, verbinden sie sich mit einem WLAN-Hotspot an Bord. Reisende nutzen dazu das eigene Tablet, Smartphone oder Laptop. Über das WINGS Connect-Portal wählen sie dann nicht nur ihren Tarif aus, sondern finden dort auch aktuelle Fluginformationen, Fakten zum Reiseziel sowie exklusive Angebote.

Eurowings empfiehlt Fluggästen, vorab die WINGS Entertainment App herunterzuladen. Über diese greifen User dann auch auf alle Filme zu.

Wer den Service auf dem Windows-Notebook nutzen möchte, der genießt sein Entertainmentangebot über den aktuellsten Internet Explorer mit Silverlight-Plugin.

 

Mehr Informationen finden Sie hier.

Auf diese Bedürfnisse und Zahlungsbereitschaft der Fluggäste hat sich die Lufthansa-Tochter Eurowings jetzt eingestellt. Seit Februar 2018 können Eurowings-Passagiere mit WINGS Connect während des Fluges online gehen und Kommunikations- oder Streaming-Dienste nutzen. Die Telekom sponsert nun einmalig die ersten zehn Minuten Highspeed-Internet. Das Internet an Bord stellt der Telekom-Partner Inmarsat auf Basis neuester Breitband-Satelliten-Technologie zur Verfügung. Seit Februar hatte die Fluggesellschaft sukzessive insgesamt 72 Jets vom Typ Airbus A319 und Airbus A320 mit der Technologie ausgestattet, die das Web zu Passagieren in der Luft bringt.

Mit einem Internetservice in der Luft treiben Fluggesellschaften die Digitalisierung in der Branche weiter voran. Entscheidend für den Erfolg sind, laut Roland Berger, die richtigen Partner und Produktansätze. Anbieter erschließen sich zusätzliche Einnahmequellen über den Wolken, punkten bei ihren Passagieren und im Wettbewerb.