Warum die Flash-Website ausgedient hat

Ein eigener Auftritt im Internet ist auch für mittelständische Unternehmen Pflicht. Doch es muss nicht immer die aufwändig programmierte Flash-Website mit zahlreichen Animationen sein. Hier ist weniger oftmals mehr.

Lange Zeit kam niemand, der eine ansprechende, moderne Website erstellen wollte, an Flash vorbei. Mit der Software von Adobe kann man interaktive Multimedia-Anwendungen erstellen, die in eine Website integriert werden. Zum Beispiel Animationen, kleine Filme oder Spiele. Die Möglichkeiten sind beinahe endlos.

Allerdings hat die Technologie auch einige Nachteile. Der Nutzer muss eine Software installieren, um Flash-Inhalte abspielen zu können. Doch der Flash-Player macht immer wieder mit schwerwiegenden Sicherheitslücken auf sich aufmerksam, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Die Macher des in Deutschland meistbenutzten Browsers Firefox haben Flash deshalb standardmäßig deaktiviert. Ein weiteres Manko: Auf vielen Tablets und Smartphones laufen die multimedialen Inhalte überhaupt nicht.

Ausreichend Gründe, um sich von der Flash-Website zu distanzieren. Für einen modernen, ansprechenden und rundum gelungen Internetauftritt brauchen Sie mittlerweile kein Flash. Denn was die Technologie kann, kann inzwischen auch die gängige Programmiersprache für Webseiten, nämlich HTML5.

Auch Texte leisten gute Dienste

Eine gute Website ist immer auf dem neuesten Stand der Dinge. Sowohl was die Technik angeht, als auch beim Design. Eine unzeitgemäße Darstellung der Inhalte schreckt Ihre Kunden ab. Dabei ist die wichtigste Regel ganz einfach: Der Besucher soll sich auf Ihren Seiten wohlfühlen und das Gezeigte als angenehm empfinden.

Selbstverständlich können Sie Animationen und Videos einsetzen, aber immer nur gezielt. Es gilt, die Balance zwischen Text, Grafiken und bewegtem Bild zu finden. Dabei gibt es gerade bei Texten eine große Bandbreite unterschiedlicher Formate:

  • Redaktionelle Artikel
  • Whitepaper
  • Leitfäden und Checklisten

Für redaktionelle Artikel eignet sich ein Blog auf der eigenen Website besonders gut. Fachbeiträge, Berichte, Reportagen oder Interviews sind hervorragend geeignet, um Ihre Expertise, Ihre Produkte oder Ihre Dienstleistungen anzubieten.

Ständig frischer Inhalt in Verbindung mit den richtigen Keywords sorgt dafür, dass Sie von potenziellen Kunden bei Google gut gefunden werden. Achten Sie darauf, dass Sie die Texte für das Web aufbereiten und ansprechend bebildern. Denn wie heißt es doch so schön: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Stärken Sie Ihr unternehmerisches Profil

Das Whitepaper ist ein Fachbeitrag, der auf Werbesprache verzichtet. Das Format ist aufgrund der Länge von meist fünf bis zehn Seiten nicht direkt für den Unternehmensblog geeignet. Das Zauberwort heißt hier PDF-Dokument. Sie können die Inhalte Ihres Fachbeitrags aber im Blog anreißen. Mit einem Download-Link verweisen Sie dann auf den vollständigen Artikel.

Machen Sie Ihren potenziellen Kunden deutlich, dass sie Ihnen vertrauen können. Ein probates Mittel sind Leitfäden und Checklisten, die Sie auf Ihrer Website zur Verfügung stellen. Leitfäden und Checklisten sind kurzweilige, bebilderte Formate, die Ihren Besuchern einen hohen Mehrwert bieten.

Moderne Webseiten gehen auch ohne Programmierkenntnisse

Interessanter Content ist das eine, ein ansprechendes Layout das andere. Angenehm anzuschauende Websites sind aber kein Hexenwerk. Auch kleine und mittlere Unternehmen können Auftritte haben, die es optisch mit den Großen aufnehmen können.

Für eine eigene Website brauchen Sie auch keine große IT-Abteilung. Sie oder ihr Dienstleister können dafür beispielsweise einen sogenannten Homepage-Baukasten nutzen. Der Name kommt daher, dass Websites früher gerne Homepage genannt wurden.

Baukastenprinzip: Die eigene Website Schritt für Schritt

So einen Homepage-Baukasten bietet beispielsweise die Deutschen Telekom an. Dabei gibt es in der Regel mehrere Pakete. Je nachdem, ob die Website für einen Freiberufler oder für einen Mittelständler mit zweihundert Beschäftigten vorgesehen ist.

Mit dem Homepage-Baukasten bekommen Sie aber nicht nur das Werkzeug für das Erstellen des Auftritts. Das Paket enthält darüber hinaus unter anderem:

  • Domains
  • E-Mail-Postfächer
  • Software
  • Marketing-Tipps

Den Baukasten, den sogenannten Homepage-Creator, können Sie unverbindlich ausprobieren. Andere Anbieter auf dem Markt sind beispielsweise Jimdo oder Webnode.

Content Management: Die eigene Website mit WordPress erstellen

Etwas komplizierter wird es mit einem Content-Management-System (CMS). Aber auch hier brauchen Sie keinerlei Programmierkenntnisse. Kennen Sie einige HTML-Grundbegriffe, kann das selbstverständlich nicht schaden.

Das beliebteste CMS für Websites ist WordPress. Ähnlich wie beim Baukasten gibt es auch für WordPress Layout-Vorlagen. Hier heißen Sie Themes. Es gibt sehr viele kostenlose Themes und noch mehr kostenpflichtige.

Vielleicht haben Sie schon mal von WordPress gehört. Aber von welchem? Verwirrenderweise gibt es nämlich zwei Plattformen: WordPress.com und WordPress.org. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Unterschiede in der Übersicht:

WordPress.com

  • Sie brauchen keinen eigenen Webspace und keine Domain.
  • Sie müssen sich auf WordPress.com registrieren und an die AGB halten.
  • Ihre Domain lautet wordpress.com.
  • Sie müssen nichts installieren, sondern können sofort loslegen.

WordPress.org

  • Sie müssen einen Anbieter finden, der Ihren Webspace hostet.
  • Sie müssen WordPress auf dem Webspace installieren und einrichten.
  • Die Domain können Sie frei wählen.
  • Sie können individuelle Themes nutzen.
  • Sie können die Website durch Plug-ins an Ihre Bedürfnisse anpassen.

Für Unternehmen eignet sich WordPress.com für die ersten Schritte oder als Testballon. Für eine mittelständische Firma sind die Einschränkungen zu groß. Mit WordPress.org haben Sie deutlich mehr Möglichkeiten. Die Installation und der Betrieb sind vergleichsweise einfach. Egal, mit welchem Werkzeug Sie Ihre Website erstellen:  Flash benötigen Sie dafür nicht.

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