Vernetzte Fahrzeuge für eine lückenlose Überwachung

Mit 4600 Fern-Lkw und Nahverkehrsfahrzeugen liefern die Fahrer von IDS jährlich fast 13 Millionen Sendungen aus. Ihre Spezialität: der schnelle Transport von Expressware, hochwertigen Gütern sowie Lieferungen an Firmen- und Privatkunden. Das klappt gut, weil IDS als Kooperation von sechs mittelständischen Spediteuren und zwei Logistikkonzernen arbeitet, die deutschlandweit 45 Speditionsterminals betreibt. Seit 2012 beliefert das Unternehmen auch Privatkunden. Seitdem steigt das Volumen rasant und stellt die Spediteure vor hohe Anforderungen. Denn Privatkunden bestellen heute, und morgen erwarten sie bereits die Lieferung. Sie wollen auch jederzeit wissen, wo sich ihre Ware genau befindet.

Schnelligkeit ist also gefragt, genauso wie Transparenz. Spediteure, die ihren Kunden eine lückenlose Sendungsverfolgung anbieten wollen, müssen zunächst Fahrer und Fahrzeuge digital vernetzen und deren Daten mit der Zentrale synchronisieren. „So können wir unsere Auftraggeber kontinuierlich über Ort und Status der Lieferung auf dem Laufenden halten und die gesamte Transportkette lückenlos überwachen“, erklärt Jürgen Wolfert, CIO bei IDS Logistik, den Prozess. Doch immer wieder gab es technische Probleme und die Logistikplattform fiel aus. Dadurch war die zeitnahe Datenübertragung nicht gewährleistet. Hinzu kam, dass die Fahrer aufgrund der schlechten Funkverbindung auch vielfach für Nachfragen oder neue Aufträge nicht erreichbar waren. Kurzum, die Prozesse reichten nicht aus, um in dem hart umkämpften Markt zu bestehen.

„Dank der mobilen Datenerfassung und der hochverfügbaren Cloud-Lösung können Kunden ihre Sendung lückenlos und in Echtzeit verfolgen.“

Michael Bargl
Geschäftsführer IDS

Heute sind alle Fahrer von IDS mit einem elektronischen Scanner auf Achse. Damit erfassen sie per Barcode alle Daten der Sendung und senden sie über das flächendeckende LTE-Netz der Telekom in die Cloud. Die Daten werden auf der Logistikplattform von IDS gebündelt, die von der Telekom in einem ihrer sicheren und hochverfügbaren Rechenzentren betrieben wird.

IDS Logistik

Vorreiter aus Aschaffenburg

In den 80ern schlossen sich mehrere mittelständische Spediteure zu einem Netzwerk zusammen. Heute sind 16 Partnerunternehmen europaweit für IDS unterwegs.

Umsatz 2016

1,9 Milliarden Euro

Mitarbeiter

6292

Zusätzlich sind alle 45 Standorte von IDS in Deutschland über ein modernes MPLS-Weitverkehrsnetz (WAN) an das Rechenzentrum angebunden. Die Vorteile: hohe Datensicherheit dank eines vom Internet getrennten Geschäftskundennetzes (Intraselect). Hier werden die Daten verschlüsselt übertragen. Das sogenannte Multiprotocol-Label-Switching-Verfahren (MPLS) garantiert zusätzlich eine hohe Verfügbarkeit durch Quality of Services (QoS). Damit lassen sich etwa Datentypen priorisieren, die wie auf einer Vorfahrtsstraße durchs Netz rasen. „Mit unserem MPLS-Produkt IntraSelect ist das Risiko von Datenverlust und Zeitverzögerungen minimal“, sagt Rudi Götz, Accountmanager der Telekom.

IDS Logistikzentrum Im Logistikzentrum Aschaffenburg arbeitet IDS-Partner DSV mit ferngesteuerten Palettenhubwagen. (© 2017 Ladwig Telekom )

Auch das LTE-Netz der Telekom spielt eine wichtige Rolle: „Wir können feststellen, welches Fahrzeug in der Nähe ist, und spielen den Fahrern per Mobilfunk neue Aufträge direkt ins Fahrzeug“, erklärt CIO Wolfert. Inzwischen nutzen die Vertriebler von IDS mit Salesforce ein Kundenmanagementsystem aus der Telekom Cloud.

Mit der Salesforce-Software aus der Wolke können sie ihre Vertriebsaktionen enger abstimmen und den Kundenservice verbessern. Ergebnis: IDS gewinnt laufend neue Kunden hinzu.

Die Erfolgsformel

Mobile Datenerfassung: Die mobilen Scanner übertragen die Lieferdaten per LTE über eine sichere VPN-Mobilfunkverbindung
in die Cloud.

Hosting: Die IDS-Plattform wird in einem sicheren Rechenzentrum der Telekom gehostet.

Anbindung: Ein Hochgeschwindigkeitsnetz verbindet alle 45 Standorte mit dem Rechenzentrum.

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