Sie ist Kulturmetropole und Hauptstadt für Wissenschaft und Forschung sowie der Hotspot der deutschen und sogar europäischen Startup-Szene, die unterstützt wird von einer Startup-Unit des Landes und zahlreichen Förderprogrammen der Wirtschaft. Damit habe die Digitalisierung schon 60.000 neue Arbeitsplätze in Berlin geschaffen, so Bürgermeister Michael Müller anlässlich seines Besuchs bei der IHK im Juni 2017.

Entwickelt sich die Hauptstadt demnach zur Metropole der Digitalisierung? Darüber diskutierten am 5. Juni 2018 mehr als 550 Gäste der Informations- und Netzwerkveranstaltung DIGITALEAST. Die Telekom hatte Start-ups, Mittelständler, Vertreter aus Politik und Verbänden sowie Digitalisierungsexperten ins WECC - Westhafen Event & Convention Center eingeladen, interdisziplinär über die Chancen der Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle zu diskutieren. Berlin war die fünfte von sechs regionalen Stationen der Informations- und Netzwerkreihe DIGITALX.

Regionale Netzwerke stärken

In seiner Keynote bekräftigte Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden von Telekom Deutschland, die Bedeutung der Digitalisierung für die Unternehmen: „Wer heute nicht in Digitalisierung investiert, der wird morgen womöglich nicht mehr stattfinden. Es geht darum, Produkte und Services noch besser an die Kunden zu bringen. Wer hier nicht mitziehen kann, wird früher oder später vom Wettbewerb überholt.“

Rickmann unterstrich weiterhin, dass es bei der Digitalisierung um nichts wenige gehe, als um eine schöpferische Zerstörung bisheriger Geschäftsmodelle. „Digitalisierung bedeutet, gezielt etwas Neues zu schaffen und daraus eine Digitale Dividende zu ernten, sowohl im Hinblick auf Qualität als auch Qualität.“

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Mehr Geld für digitale Schulen

Auch Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), unterstrich in seiner Rede, wie bedeutend die Digitalisierung für den Mittelstand sei, und das Deutschland Gefahr laufe, nach der verpassten ersten Halbzeit den nächsten Zug zu verpassen. „Wer glaubt, Digitalisierung passiert in der Zukunft liegt falsch. Digitalisierung findet jetzt und heute statt.“ Ohoven appellierte an die Politik, sich deutlich stärker mit der Digitalisierung zu befassen und insbesondere mehr Geld in die digitale Ausbildung in den Schulen zu stecken. Fünf Milliarden Euro in den nächsten vier Jahren sei nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Beim Netzwerkdinner mit Sitzplatzwechsel nach der Vor- und Hauptspeise nutzten alle Teilnehmer die Chance, Kontakte zu knüpfen und über digitale Themen zu diskutieren. Und der Keynote des Unternehmers und ehemaligen Boxweltmeisters Dr. Wladimir Klitschko über Challenge Management zu folgen. Schließlich präsentierte die Telekom die Gewinner der Digital Champions Awards in Berlin, die Vorreiter der Digitalisierung sind.

Netzwerken in kulinarischem Rahmen

Die Gewinner des Digital Champions Award in Berlin:
  • Digitales Kundenerlebnis: Reifen Tauchmann GmbH
  • Digitale Transformation Mittelstand: Stanwood GmbH
  • Digitale Produkte und Dienstleistungen: Talentwunder
  • Digitale Prozesse & Organisation: Vallovapor GmbH

Gestartet war die DIGITALEAST mit Innovations- und Technologiesessions rund um Themen wie Managed Services im Multicloud-Umfeld, sicheres Datenmanagement im Zeichen der neuen DSGVO oder Mobile Solutions. Parallel präsentierten Telekom Partner und Experten auf dem Marktplatz und in Deep Dive Sessions smarte Lösungen für die digitale Transformation, wie etwa das digitale Kassensystem Magenta Business POS. Einen konkreten Digitalisierungscase zeigte Telekommunikationsdienstleister Swyx.

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