„Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen“, forderte der damalige Bundespräsident Roman Herzog 1997 bei der Wiedereröffnung des Adlon-Hotels. 20 Jahre später und nur wenige Kilometer entfernt stellte sich beim Telekom Dialog Jahreskongress in der Bolle Meierei Berlin nun eine digitale Ruck-Stimmung ein. Ziel der Veranstaltung: ein Netzwerk aus digitalen Vordenkern, Experten und Anwendern digitaler Lösungen spinnen, um den digitalen Wandel in Konzernen, großen Unternehmen sowie bei mittleren und kleinen Firmen zu beschleunigen. Als Sinnbilder für die digitale Transformation begrüßten daher Roboter, Flugsimulatoren, die digitale Kasse und ein 4D-Stuhl die 400 Veranstaltungsgäste, darunter zahlreiche Kunden des Konzerns. Einen Tag lang drehte sich alles ums Digitale. Und vor allem darum, wie Unternehmen den Wandel am schlausten anpacken.

Digitale Dividende: Transformation zahlt sich aus

Zum Glück brauchen die Unternehmen keine Gesamtstrategie, um mit der Digitalisierung loszulegen, nur der „Wille und die richtigen digitalen Werkzeuge sind dafür notwendig“, sagte Hagen Rickmann, Geschäftsführer des Geschäftskundenbereichs der Telekom Deutschland. „Unser neuer Digitalisierungsindex Mittelstand beweist, dass sie schon mit einzelnen Transformationsprojekten eine digitale Dividende erzielen.“ Heißt: Digitalisierung lohnt sich für die Unternehmen. Und zwar schnell und einfach. So sagen zum Beispiel vier von fünf Firmen, dass sich bereits eine professionelle Kundendatenbank positiv auf den Umsatz auswirkt. Digitalisierung bewirke ein besseres Kundenverständnis, schaffe effizientere Prozesse, reduziere die Kosten. Der digitale Zugewinn lässt sich laut Rickmann auch so zusammenfassen: „Mehr Wissen, Transparenz, Automatisierung und Komfort.“

Neuer Podcast: Digitalisierung. Einfach. Hören.

Mit einem neuen Geschäftskunden-Podcast „Digitalisierung. Einfach. Machen.“ gibt die Telekom der Digitalisierung ab sofort eine Stimme. Das verkündete Hagen Rickmann, Leiter des Geschäftskundenbereichs der Telekom Deutschland, auf dem Telekom Dialog Jahreskongress. Zu hören sind die Podcast-Beiträge auf dem Weg zur Arbeit, gemütlich im Sessel oder am Schreibtisch. Die Nutzer erwartet ein spannender und unterhaltsamer Mix aus Grundlagenwissen, Trends, Expertentipps und Anwendererfahrungen rund um die digitale Transformation. Hagen Rickmanns Editorial-Beitrag ist bereits online; im Zweiwochenrhythmus erscheinen die nächsten Beiträge der Staffel. Zum Auftakt schildert Hagen Rickmann seine Erfahrungen mit dem digitalen Wandel – und wie man ihn als Geschäftsführer am besten anpackt. Im zweiten Beitrag berichten Kunden gemeinsam mit den Telekom Spezialisten, wie man die Digitalisierung in der Praxis umsetzt.

Das abonnierbare Audioformat ist unter telekom.de/podcast abrufbar und zeitnah auch auf den bekannten Podcast-Kanälen wie iTunes, Spotify oder Deezer zu finden.

Konkrete Tipps für die Transformation

Werkstattflair und Innovationswille durchwehten den alten Industriebau an der Spree: Experten berieten die anwesenden Unternehmensvertreter, wie sie mithilfe digitaler Werkzeuge die Zusammenarbeit ausbauen, ihre Produktivität erhöhen, den Absatz steigern und den Service verbessern können. Und wie man bei alledem Sicherheit und Datenschutz weiter in den Fokus rückt. Claudia Nemat, im Telekom Vorstand für Technologie & Innovation verantwortlich, stellte klar, dass innovative Technologie das Leben der Menschen besser, bequemer oder einfacher machen müsse. Denn nur dann entfaltet sie ihre disruptive Kraft. Den digitalen Wandel zu gestalten, sei für alle Unternehmen eine spannende Aufgabe. Mit dem forcierten Ausbau der Netzinfrastruktur wie der Glasfaserinitiative für Gewerbegebiete schafft die Telekom dafür die technischen Grundlagen. Miriam Meckel, die Herausgeberin der Wirtschaftswoche, erläuterte in ihrem Beitrag, wie sich durch die Digitalisierung die Grenzen unseres Denkens und Handelns verschieben. Denn was vielen wie Science-Fiction vorkommt, ist tatsächlich häufig bereits Realität: So gewinnen Querschnittsgelähmte dank Hirnimplantaten wieder mehr Autonomie, selbst Gedanken lesen und verschriftlichen können Algorithmen inzwischen schon.

Klitschko: Digitalisierung als Challenge

Gemeinsam mit Rickmann stieg erneut der Unternehmer und ehemalige Boxweltmeister Dr. Wladimir Klitschko für die Digitalisierung in den Ring: Er appellierte an die zahlreichen Gäste, die Herausforderungen mutig anzunehmen, und löste sein Versprechen ein, gemeinsam mit der Telekom einen Beitrag dafür zu leisten, den deutschen Mittelstand zu digitalisieren. „Erfolgreiche Digitalisierung ist wie auch Hochleistungssport eine Frage der Haltung und der Willenskraft. Meine Erfolgsfaktoren – Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination und Konzentration – gelten auch für die Herausforderungen von Führungskräften in einer vernetzten Welt.“

Der Ex-Schwergewichts-Champion stellte die Workshop-Reihe „Klitschkos Wege zur Steigerung der digitalen Durchschlagskraft“ vor. Diese wurde von hochkarätigen Digitalexperten aus dem Klitschko-Ventures-Team entwickelt und basiert auf seiner Challenge-Management-Methodik.

Mittelstand: Mit Startups im Dialog

Wie Startups und Telekom das Thema Digitalisierung gemeinsam vorantreiben, war das Thema einer Talkrunde, zu der Miriam Mertens, die bei Telekom Deutschland die Startup-Kooperationen verantwortet, geladen hatte. Ihre Gäste: Marco Börries, CEO von enfore, und Andreas Kulpa, Chef von DATAlovers. Den Startup-Vertretern geht die Digitalisierung der Unternehmen noch nicht weit genug – und beide wollen das möglichst schnell ändern. Deshalb brachte Börries gemeinsam mit der Telekom kürzlich die Komplettlösung MagentaBusiness POS auf den Markt. Ein digitales Kassensystem, das mit dem gesamten Warenwirtschaftssystem samt Lagerhaltung und dem Bestellwesen verbunden ist. „Wir haben gemeinsam mit der Telekom eine digitale Lösung entwickelt, die kleinen Unternehmen dabei hilft, in einer vernetzten Welt zu überleben“, so Börries. Kleine und mittlere Unternehmen auf ihrem Transformationsweg zu unterstützen, ist auch ganz im Sinn von Andreas Kulpa, dessen Startup auf Künstliche Intelligenz setzt. „Wenn Mittelständler ihre Daten möglichst intelligent gewinnen und analysieren, können sie sich daraus ganz neue Geschäftspotenziale erschließen.“ Ob sich denn jedes Unternehmen digitalisieren müsse? Darauf hat Kulpa eine eindeutige Antwort: „In meiner Heimatstadt ist die Eisdiele am erfolgreichsten, die ihr ‚Eis der Woche‘ in den sozialen Medien postet.“

Auf einen Hinweis konnten sich alle Experten der DigitalisierungsWerkstatt einigen: Die Unternehmen erreichen auf ganz verschiedenen Wegen ihr digitales Ziel – aber sie sollten jetzt unbedingt loslaufen.

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