Dresscode: Business Casual muss passen

Zugegeben: Geht es im Zusammenhang mit Dresscode um Business Casual, wird jede Branche, jedes Unternehmen und vermutlich sogar jede einzelne Führungskraft ein anderes Bild vor Augen haben. Gut so. Denn eine festgesteckte Kleiderordnung ist nicht wirklich zeitgemäß, vielmehr sollte das Outfit vom Kontext bestimmt sein.

Es gibt ein großes aber: Chefs geben bei internen wie externen Meetings und Treffen den Ton an. Daher müssen Sie wenigstens wissen, was normalerweise hinter Business Casual steckt.

Was Frauen tragen können:

  • Poloshirts
  • Blusen – auf dieser Stufe muss es nicht immer weiß sein
  • Pullover – am besten edel
  • Chinohosen
  • Offene Schuhe – sofern diese elegant sind
  • Sandaletten oder Peeptoes

Was Männer tragen können:

  • Hemden in dezenten Farben – noble Polohemden sind oft auch okay
  • Dunkle Jeans, Baumwollhosen oder Cordhosen
  • Elegante Loafer oder schlichte Lederschuhe
  • Keine Krawatte

Bei den männlichen Modetipps scheiden sich die Geister: Für manche gehört zum Dresscode Business Casual ein Anzug, komme, was wolle. Andere Experten pochen auf Alternativen. Oft entscheidet in der Praxis die spezielle Situation über die Feinheiten Ihrer Garderobe – mehr dazu unten. Wir meinen: Hinterfragen Sie immer Ihre Auswahl, bevor Sie sich festlegen.

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Das ging daneben: Absolute No-Gos bei Business Casual

Drehen Sie den Dresscode auf der Stufe Buisness Casual einfach um: Fragen Sie, was nicht erlaubt ist. Zum einen grenzt sich der Stil vom privaten Casual ab. Das heißt, Freizeitkleidung, die im Büro getragen werden kann. Auf der anderen Seite darf es nicht zu formal sein, mit Stücken aus Ihrer Abendgarderobe sind Sie völlig overdressed.

Was ist beim Business Casual unter keinen Umständen erlaubt?

  • Für Frauen gilt: Die Röcke dürfen nicht zu kurz sein, labberige T-Shirts oder Sportbekleidung sind tabu.
  • Für Männer gilt: Keine Shorts, Flipflops oder ausgelatschte Sneaker.

Das sind in etwa die Richtwerte ...

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Kleider machen Leute: Warum die Garderobe so wichtig ist

Zu einem gewissen Grad bestimmt der Dresscode immer noch, wie wir in der Welt wahrgenommen werden. Auch im 21. Jahrhundert. Anzüge gelten beispielsweise im richtigen Kontext als Zeichen für Seriosität – das Unterbewusstsein spielt an dieser Stelle die Karten aus.

Eine Dresscode-Regelung hat aber ganz objektive Vorteile: Zunächst zeigen die Träger damit eine gewisse Zugehörigkeit. Das gilt vor allem intern. Im Speziellen der Stil Business Casual soll möglichst für eine Auflockerung der Atmosphäre bei Meetings sorgen. Immerhin tragen alle Anwesenden nun etwas vergleichsweise Lockeres. Das beeinflusst die ganze Atmosphäre.

Selbstverständlich gibt es auch eine Außenwirkung, die besonders im Kontakt mit Kunden und Geschäftspartnern wichtig wird. Weil Formalität und Lässigkeit miteinander gemischt werden, geben sich die Träger professionell und nahbar zugleich. Das passt beispielsweise sehr gut zu Networking-Veranstaltungen. Barrieren sollen abgebaut werden, die Beteiligten sollen aufeinander zugehen und im besten Fall beflügelt die offene Stimmung eine kreative Zusammenarbeit.

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Tatsächlich ist die Wirkung von Anzügen – und damit auch vom Dresscode Business Casual – kein Humbug. Das „Manager Magazin“ berichtet etwa von Forschern, die den unterbewussten Effekt von Business-Kleidung untersucht haben. Eines der Ergebnisse: Die Träger bekommen einen Schub fürs Selbstbewusstsein, denken abstrakter und treffen bessere Entscheidungen. Warum Firmen überhaupt einen Dresscode brauchen, erklärt der „Spiegel“.

Regelwerk: Knigge für Macher

Wie oben bereits erwähnt, kommt es noch sehr stark auf die Situation an, wie genau Sie Ihren Business Casual Look auswählen. In der Regel kramen Sie den Stil für die folgenden Termine hervor:

  • Brunch mit einem Kunden
  • Geschäftsreise
  • Ausflüge mit Partnern und Kunden
  • Interne Meetings in Ihrem eigenen Unternehmen

Für einen Opernbesuch oder ein geschäftliches Dinner sollten Sie sich hingegen förmlicher kleiden. Aber: Ausnahmen gibt es immer. Zum Teil kündigen Gastgeber – Sie oder Ihre Kunden – einfach an, wer was zu tragen hat. Zu guter Letzt: Welcher Dresscode in Dax-Unternehmen gilt, beschreibt das „Manager Magazin“.