6.000 Petabyte: So viele Daten haben Smartphones 2016 in Mobilfunknetzen produziert. Das entspricht in etwa der Kapazität von gut zehn Millionen durchschnittlichen Laptop-Festplatten. Und das ist erst der Anfang: In den kommenden fünf Jahren wird sich dieser Wert versiebenfachen – das hat der IT-Riese Cisco ausgerechnet. Doch um das eigene Datenvolumen zu schützen, nutzen viele statt der Mobilfunkverbindung gern offene WLAN-Netze: Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom wollen rund die Hälfte der Deutschen unterwegs Zugriff auf öffentliche Wi-Fi-Netze. Bei den Jüngeren fällt die Zahl noch höher aus: Zwei Drittel der 14- bis 29-Jährigen wünschen sich öffentliche HotSpots in Geschäften.

„Besonders für Kunden mit begrenztem Datenvolumen oder in Läden mit baulich bedingten Einschränkungen beim Datenempfang, etwa im Untergeschoss großer Shoppingmalls, ist das Shop-WLAN sinnvoll“, sagt Julia Miosga vom Bitkom-Verband. „Mit der eigenen Internetpräsenz als HotSpot-Startseite können Händler auch intelligent weitere Services verknüpfen: Auf der Homepage können zum Beispiel Artikeldetails oder kleine Produktvideos samt Anleitung veröffentlicht werden. Und: Zusatzangebote wie WLAN im Laden tragen dazu bei, dass Kunden länger verweilen – und im Idealfall auch mehr kaufen.“

Mit der eigenen Internetpräsenz als Hotspot-Startseite können Händler auch intelligent weitere Services verknüpfen. Mit der eigenen Internetpräsenz als HotSpot-Startseite können Händler auch intelligent weitere Services verknüpfen. (© 2017 Shutterstock / nopporn)

Nicht nur für die Großen

Aktuell erhalten Kunden vor allem in Filialen etablierter Café-, Schnellrestaurant- oder Hotelketten Internetzugang via HotSpots. Dabei könnten auch kleinere Unternehmen den Service problemlos anbieten. Große Provider wie die Telekom bieten dafür eine Lösung, zum Beispiel HotSpot Plug’n’Play: Einzige Voraussetzung ist ein vorhandener Internetanschluss. Interessierte Firmen erhalten von der Telekom einen Access Point, der sich von selbst installiert. Anschließen genügt – die Installation erfolgt automatisch.

„Manche kleineren Betriebe bieten keinen WLAN-HotSpot an, weil sie nicht wissen, wie einfach das im Grunde ist. Einige befürchten zu hohe Kosten. Andere glauben, die Einrichtung sei zu kompliziert. Und manche fürchten rechtliche Konsequenzen für Fehlverhalten der Gäste im Netz“, beschreibt Lutz Schottenhammer von der Telekom häufige Vorbehalte. Die Sorgen sind jedoch meist unbegründet. Die Einrichtung ist kinderleicht. Und im Fall einer rechtswidrigen Nutzung des WLAN-Angebots durch einen Gast ist allein die Telekom Deutschland GmbH Adressat rechtlicher Nachfragen.

Die Telekom hat ihr HotSpot-Angebot erst kürzlich um eine entscheidende Komponente erweitert: So können Unternehmen jetzt die HotSpot-Anmeldeseite individuell gestalten lassen und bestimmen, welche Inhalte Gäste nach dem Login zu sehen bekommen. Etwa die Speisekarte des Cafés, in dem sich Gäste gerade befinden, oder ein Hinweis auf aktuelle Sonderaktionen – ein hübsches Marketinginstrument für Gastronomen oder Geschäftsbetreiber.