Was ist Employer Branding?

Der englische Begriff lässt sich mit Arbeitgeber-Markenbildung übersetzen. Es geht also darum, dass Sie Ihre Firma als attraktive Marke positionieren. Das gelingt, indem Sie die Stärken und Besonderheiten Ihres Unternehmens hervorheben. Diese sollten selbstverständlich auch tatsächlich vorhanden sein. Ihre potenziellen Bewerber erkennen schnell, ob Sie nur Luftschlösser bauen oder Ihre Versprechungen auch halten. Zudem ist es in Zeiten von Internet und Social Media einfacher denn je, sich über Sie als Arbeitgeber zu informieren.

Employer Branding verfolgt zwei wichtige Ziele:

  • Mitarbeitergewinnung
  • Mitarbeiterbindung

Der Clou: Das Employer Branding zielt nicht nur darauf ab, Mitarbeiter und Jobsuchende von Ihrem Unternehmen zu überzeugen, sondern auch die Beschäftigten selbst zu Markenbotschaftern zu machen. Diese Win-win-Situation ergibt sich allerdings nur, wenn Sie Ihr Unternehmensprofil schärfen.

Welche Alleinstellungsmerkmale hat Ihre Arbeitgebermarke?

Employer Branding tut not: Nur jeder sechste deutsche Arbeitnehmer betrachtet sich als Fan seines eigenen Arbeitgebers. Das ist das Ergebnis der Studie "Mitarbeiterfocus Deutschland 2016", für die das Marktforschungsunternehmen forum! 2.700 Beschäftigte befragte.

Die Autoren schließen daraus: Mitarbeiterzufriedenheit allein reicht nicht aus, um das Employer Branding zu stärken. Chefs sollten zusätzlich Ihre Arbeitnehmer emotional binden. Nur dann sind sie loyal gegenüber dem Unternehmen, stehen hinter seinen Produkten oder Dienstleistungen und empfehlen ihren Arbeitgeber weiter. Andernfalls könnten sie beim nächstbesten Job-Angebot wechseln.

Um Emotionalität und damit Loyalität zu schaffen, brauchen Sie also eine attraktive Arbeitgebermarke. Ein Patentrezept zum perfekten Employer Branding gibt es allerdings nicht. Arbeiten Sie stattdessen eine individuelle Strategie heraus, die unter anderem über Stellenangebote wirkt. Achtung: Vermeiden Sie Plattitüden in der Beschreibung. Negativ-Beispiele: "Ein innovatives Umfeld", "tolle Entwicklungsmöglichkeiten" und "engagierte Teams" versprechen fast alle Firmen, wenn sie Jobs ausschreiben. Konzentrieren Sie sich nicht auf Selbstverständlichkeiten, sondern heben Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale hervor. Was macht Sie als Arbeitgeber einzigartig? Und attraktiv? Mit welchen Vorzügen – außer Gehalt und Urlaub – punkten Sie bei Ihrer Belegschaft?

Beschäftigte als Markenbotschafter einsetzen

Diversifikation ist also wichtig für das Employer Branding. Schaffen Sie Unterschiede, um sich von Wettbewerbern abzugrenzen, aber insbesondere auch, um Mitarbeiter zu halten. Überhaupt ist es sinnvoll, Markenbildung nach innen zu betreiben. Es ergibt wenig Sinn, mit viel Mühe neues Personal anzulocken, während Ihre Beschäftigten das Weite suchen. Internes Employer Branding hat deshalb zum Ziel, Mitarbeiter langfristig zu fördern und zu motivieren. Das erreichen Sie zum Beispiel, indem Sie für eine offene Unternehmenskultur sorgen, Kommunikationswege verbessern und schlichtweg erreichbar sind. Der Vorteil: Zufriedene Mitarbeiter sind die idealen Markenbotschafter. Sie geben ihre positiven Erfahrungen an ihre Umgebung weiter, wovon Ihre Arbeitgebermarke profitiert. Wie man Mitarbeiter außerdem sinnvoll als Markenbotschafter einsetzen kann, zeigt beispielsweise das Unternehmen "Immobilienscout24". In seinem Blog porträtiert es Beschäftigte in ihrer eigenen Wohnung. Was daran gut ist? Zum einen wirkt das Unternehmen greifbarer, persönlicher und sympathischer. Zum anderen wird die Geschäftsidee hervorgehoben: Es geht darum, welche Bedeutung das eigene Wohnumfeld für den Menschen hat.

Weiterführende Links:

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