Richtlinien für die Facebook-Werbung beachten

Ihre Facebook-Werbung muss nicht zwingend ein Bild enthalten. Sie sollten ihr aber eines spendieren, weil Sie damit auf den ersten Blick mehr Aufmerksamkeit wecken als durch reinen Text – egal wie gut der ist. Welches Motiv Sie auswählen, liegt in Ihrer Hand, solange Sie einige Richtlinien des sozialen Netzwerks beachten  – aber dazu später mehr.

Je nach Werbeziel empfehlen sich unterschiedliche Bildformate und Designs. Facebook gibt konkrete Handlungsempfehlungen in seinem "Leitfaden für Werbeanzeigen". Beispiel: Sie möchten über die Facebook-Werbung vor allem Klicks auf Ihrer Website generieren. Dann empfiehlt der Social Media-Gigant unter anderem die Darstellung im Canvas- oder Karussell-Format. Der Vorteil des letzteren: Sie können gleich mehrere Bilder (bis zu zehn) in eine Werbeeinheit einbinden. Für eine hochwertige Präsentation der Karussel-Lösung empfehlen sich beispielsweise folgende Vorgaben:

  • Seitenverhältnis: 1:1
  • Bildgröße: 1080 x 1080 Pixel
  • Text: 90 Zeichen
  • Überschrift: 40 Zeichen
  • Link-Beschreibung: 20 Zeichen

Facebook-Werbung besteht also aus mehreren Elementen, die wie die rein visuellen Bestandteile strikte Bedingungen erfüllen müssen. Insbesondere das Zusammenspiel von Bild und Text ist wichtig, um Kunden zu gewinnen.

Merke: Bildart und -größe der Facebook-Werbung sollten Sie stets von Ihrem Werbeziel abhängig machen. Dazu erteilt das Unternehmen selbst Ratschläge: Je nachdem, wo die Facebook-Anzeige erscheint – im Desktop-News-Feed, mobilen News-Feed, in der rechten Spalte – ergeben sich demnach unterschiedliche Bildvorgaben. Eine Übersicht dazu stellt Facebook unter "Klicks auf die Webseite" bereit.

Allgemeine Tipps zur Bildauswahl

Mit welchem Bild können Sie die Neugierde des Betrachters wecken, sodass es ihm im Gedächtnis bleibt oder ihn gar zum Kauf animiert? Auch das hängt von Ihren konkreten Zielen ab. Dennoch gibt es einige grundsätzliche Dinge, die Sie bei der Bildauswahl berücksichtigen sollten:

  • Bilden Sie Menschen mit dem Produkt ab. So stellen Ihre potenziellen Kunden einen persönlichen Bezug dazu her.
  • Halten Sie das Motiv einfach. Der Betrachter sollte nicht stundenlang darüber sinnieren müssen, welche Werbebotschaft Sie eigentlich vermitteln. Das führt uns zum nächsten Punkt:
  • Welchen Nutzen haben die Menschen von Ihrem Produkt? Auch das sollte aus der Facebook-Werbung hervorgehen. Wer beispielsweise seine Kochrezepte-App anpreisen möchte, präsentiert zum Beispiel Personen beim Essen lecker aussehender Gerichte.

Tabus bei der Bildauswahl

Wie eingangs erwähnt, sind nicht alle Motive erlaubt. Facebook verbietet unter anderem folgende visuellen Inhalte beziehungsweise schränkt deren Nutzung ein:

  • Abbildungen mit Tabakwaren, Medikamenten, Drogen, Alkohol und Waffen
  • Werbung für Lotterien, Glücksspiele und Abonnementdienste
  • sexuell anzügliche Bilder (zu viel nackte Haut, zweideutige Posen und so weiter)
  • Gewalt darstellende Abbildungen
  • Bilder, die gegen die Rechte Dritter verstoßen
  • irreführende Bilder wie das eines Play-Buttons, der nicht als solcher funktioniert

Textauswahl: Die 20 Prozent-Regel

Grundsätzlich gilt: Je weniger Schrift, desto besser. Das Hauptaugenmerk soll auf dem Bild liegen, das der Text lediglich unterstützt. Deshalb gibt es auch die sogenannte 20 Prozent-Regel, wonach der schriftliche Teil nicht mehr als ein Fünftel eines Werbeanzeigenbildes ausmachen darf. Sperrte Facebook früher noch Motive mit einem größerem Zeichenkontingent, so geht das Unternehmen damit heute lockerer um und lässt sie mit Ausnahmen zu. Von der Regel ausgenommen sind zum Beispiel Produktbilder, die bereits im Original einen Text, wie das Logo auf der Verpackung, beinhalten. Dennoch gilt weiterhin der Grundsatz "Weniger ist mehr". Die Strategie dahinter dürfte in Ihrem Sinne sein: So soll ein zu hoher Schriftanteil im Bild die Reichweite negativ beeinflussen.

Mit diesem Tool von Facebook ermitteln Sie das Text-Bild-Verhältnis, um es gegebenenfalls anzupassen. Facebook empfiehlt, Textpassagen nicht direkt in das Bild zu setzen, sondern in den flankierenden Artikel zur Werbeanzeige.

Weiterführende Links:

  • Die Auswahl an Facebook-Werbeanzeigen ist immens. Mehr als ein Dutzend Varianten stehen Werbetreibenden zur Verfügung. Welche sollten Sie nutzen, um Ihr individuelles Marketing-Ziel zu erreichen?
  • Die wichtigsten Social Media-Plattformen setzen unterschiedliche Bildgrößen voraus. Ein Leitfaden.