Tipp 1: Fehlzeitenanalyse durchführen

Zuerst sollten Sie im Fehlzeitenmanagement analysieren, wie die Krankheitstage innerhalb der Firma verteilt sind und welche Krankheitsbilder die häufigsten Gründe für das Fernbleiben Ihrer Mitarbeiter sind. So können Sie ermitteln, mit welchen Schritten sich der Krankenstand senken lässt. Vergleichen Sie die Krankheitstage der unterschiedlichen Abteilungen: Welche sind am stärksten betroffen? Möglicherweise sind die Angestellten dort besonders überlastet oder ein schlechtes Klima im Team sorgt dafür, dass sie regelmäßig lieber einen Tag länger zu Hause bleiben.

Auch die auftretenden Krankheitsbilder sind aufschlussreich: Wenn zum Beispiel vor allem Rückenprobleme für Ausfälle sorgen, sind vielleicht schlechte Stühle und Fehlhaltungen am Schreibtisch der Auslöser.

Übrigens: Ein starkes Mittel gegen kranke Mitarbeiter ist die betriebliche Gesundheitsförderung, über die wir ausführlich in einem Ratgeber berichten.

Tipp 2: Arbeitssicherheit beachten

Auch mit Unfallverhütung am Arbeitsplatz betreiben Sie effektives Fehlzeitenmanagement. Viele Betriebsunfälle lassen sich durch bessere Sicherheitsvorkehrungen vermeiden. Ein Sicherheitsbeauftragter ist deshalb unverzichtbar, wenn Sie langfristig den Krankenstand senken wollen. Die Mitarbeiter müssen außerdem regelmäßig in Arbeitssicherheit unterwiesen werden, um sie für mögliche Gefahrenquellen zu sensibilisieren. Und die gibt es nicht nur in Handwerksbetrieben oder Fabrikhallen – auch ein Druckerkabel im Büro wird schnell zur Stolperfalle. In Arbeitsbereichen, die Schutzkleidung erfordern, sollte diese natürlich regelmäßig und korrekt getragen werden.

Tipp 3: Work-Life-Balance verbessern

Zufriedene Mitarbeiter sind gesunde Mitarbeiter. Ermöglichen Sie Ihren Angestellten deshalb eine gute Work-Life-Balance und vermeiden Sie dadurch Überlastung und Ausfälle durch Stress und Burn-out. Jeder Biorhythmus ist anders, dementsprechend haben Ihre Angestellten auch unterschiedliche Leistungskurven. Darauf gehen Sie am besten ein, indem Sie ihnen flexiblere Arbeitszeiten anbieten. Durch Gleitzeit kann jeder Mitarbeiter selbst entscheiden, in welchem Zeitraum er am produktivsten ist. Eventuell können Sie auch Home Office ermöglichen. Das ist besonders sinnvoll für Mitarbeiter, die gerade eine Erkältung entwickeln: Wenn sie zu Hause arbeiten, werden die Kollegen nicht angesteckt und Sie können den gesamten Krankenstand senken.

Tipp 4: Arbeitsplatz angenehmer gestalten

Auch wichtig für Gesundheit und Zufriedenheit der Angestellten: Ein angemessener Arbeitsplatz. Achten Sie auf eine ergonomische Einrichtung und ausreichende Versorgung mit Licht. Ein angenehmes Raumklima und eine möglichst geringe Lärmbelastung sind weitere Faktoren, mit denen Sie Stress reduzieren und so Fehlzeitenmanagement klug umsetzen. Natürlich sollten Sie auch immer ein offenes Ohr haben, wenn Ihre Mitarbeiter Klagen äußern. So merken Sie früh, wo es Probleme gibt – sei es bei der Gestaltung der Arbeitsplätze oder bei der Zusammensetzung der Teams.

Tipp 5: Die richtige Personalauswahl treffen

Auch die Auswahl von geeignetem Personal spielt eine wichtige Rolle, wenn Sie den Krankenstand senken möchten. Denn viele Krankheiten sind psychosomatisch bedingt und kommen zustande, weil Mitarbeiter sich überfordert fühlen, demotiviert sind oder einfach nicht gut ins Team passen. Also betreiben Sie schon in Vorstellungsgesprächen Fehlzeitenmanagement, indem Sie die richtigen Bewerber auswählen. In Branchen mit besonders herausfordernder Arbeit kann auch ein Eignungstest helfen, die richtigen Kandidaten zu finden. Der ist zwar aufwendig, aber langfristig gesehen lohnt sich die Investition.

Weiterführende Links:

  • Und wenn der Chef krank ist? mDM gibt Tipps fürs Succession Planing.
  • Diese Rechte haben Sie als Arbeitgeber, wenn Ihre Mitarbeiter krankfeiern.