Unsere Arbeitswelt befindet sich an der Schwelle zum neuen Zeitalter der sogenannten „Open Economy“: Feste Arbeitsplätze, -zeiten oder -abläufe werden zum Relikt einer früheren Epoche und so lösen die fließenden Elemente des digitalen Zeitalters die starren Konzepte des Industriezeitalters zunehmend ab . Start-ups sind mit der zunehmenden Flexibilisierung der Arbeitswelt von „Geburt an“ bestens vertraut und verdeutlichen die zentralen Elemente dieser durch Offenheit geprägten Arbeitswelt: Gearbeitet wird gern von Zuhause aus – und zwar so, dass sich das Privatleben optimal mit dem Beruf vereinbaren lässt. Zum Meeting fährt man ins Büro, anschließend geht es zur Schulveranstaltung der Kinder und das Beantworten von E-Mails holt man einfach am Abend nach.

Wachsende Skepsis gegenüber starren Modellen

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Während solche flexiblen Arbeitsweisen in jungen, digitalen Unternehmen bereits aktiv gelebt werden, tun sich mittelständische Unternehmen teilweise noch schwer mit dem Verschwimmen alter und vermeintlich starrer Trennlinien der Arbeitswelt. Und das obwohl laut Samsung Open Economy Report 2017 bis zum Jahr 2020 bereits 70 Prozent der Mitarbeiter kleiner Unternehmen ortsunabhängig arbeiten werden.

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Dies liegt zum einen daran, dass sich Führungsstile immer noch viel zu häufig über feste Prozesse, starre Zielvorgaben und Kontrolle definieren, anstatt durch neue und dezentrale Organisations- und Teamstrukturen ersetzt zu werden. Während die heranwachsende „Digital Workforce“ traditionelle und hierarchisch organisierte Managementstrukturen und -strategien mit wachsender Skepsis beurteilt und laut Samsung Open Economy Report bis 2020 sogar 40 Prozent von ihnen auf Freelance-Modelle umsteigen werden, mangelt es auf Seiten der Arbeitgeber immer wieder am notwendigen Mindset und Vertrauen in die Leistung der Angestellten, die ortsunabhängig arbeiten. Gerade in jungen Unternehmen werden innovative Management-Ansätze und -mechanismen bereits aktiv gelebt und gefördert. Neue Konzepte wie das Hot Desk-Prinzip, also flexibel wechselnde Arbeitsplätze, stecken zwar vielerorts noch in den Kinderschuhen, erfreuen sich aber wachsender Beliebtheit.

Offenheit und neue Regularien erfordern maximale Sicherheit

Gleichzeitig stehen den neuen Arbeitskonzepten häufig sicherheits-relevanten Bedenken im Weg. Denn: Die Mechanismen der „Open Economy“ führen auch dazu, dass sich Unternehmen intensiv damit auseinandersetzen müssen, wie sie Datenschutz konsequent gewährleisten können, wenn freie und feste Mitarbeiter von überall auf relevante Daten zugreifen müssen. Hinzu kommen neue Regularien wie die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung, die strenge Vorgaben im Umgang mit Daten festlegen und entsprechend hohe Sicherheitsanforderungen an die Unternehmens-IT stellen. Dass Datenschutz zu den großen Herausforderungen neuer Arbeitskonzepte gehört, bestätigt auch eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von Samsung unter deutschen Führungskräften. So müssen künftig zentral gesteuerte Zugangs- und Berechtigungsmanagementsysteme im gesamten Unternehmen klar definieren, wer wie lange und zu welchen Ressourcen Zugriff erhält.

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Im Zuge der voranschreitenden Flexibilisierung von Arbeit zeichnet sich die digitalisierte Arbeitswelt somit durch Offenheit nach außen (aber auch innen) aus und rückt Sicherheitsaspekte in den Mittelpunkt unternehmerischer Vorgehensweisen. Beides zu vereinen stellt eine der zentralen Herausforderung dar, vor der Entscheider zukünftig stehen. So wird es nicht mehr ausreichend sein, ein rein funktionelles Smartphone oder Tablet zu vertreiben, vielmehr müssen die Geräte kollaborativ, individuell konfigurierbar, leicht zu managen und vor allem sicher sein.

Sascha Lekic bei der DIGITALWEST. Sascha Lekic bei der DIGITALWEST. (© 2018 Telekom) - steve brookland

Der Mittelstand profitiert von neuen Lösungen

Digital Southwest

Am 3. Mai startet die DIGITAL SOUTHWEST in Stuttgart. Ganz egal, ob regionaler Vorreiter, innovatives Startup oder interessierter Unternehmer – hier trifft jeder auf jeden, kommt ins Gespräch und lernt voneinander. Keynotes von Thomas Spreitzer, verantwortlich für Vertrieb Kleine und Mittlere Unternehmen, Partnervertrieb und Marketing bei der Deutschen Telekom, und Miriam Meckel, Chefredakteurin der Wirtschaftswoche, eröffnen das Networkingevent mit Marktplatzatmosphäre.

Wer Digitalisierung praktisch und anwendungsnah aus erster Hand erfahren möchte, meldet sich online an. Abends wird der regionale „Digital Champions Award“ verliehen – der Award zeichnet digitale Pioniere und Vordenker aus Baden-Württemberg aus. Alle regionalen Preisträger sind automatisch für den Wettbewerb um den deutschlandweiten „Digital Champions Award“ nominiert, der am 7. und 8. November im Rahmen des DIGITAL SUMMIT wiederum in Köln stattfinden wird. Und hier geht es zur Übersicht über alle Veranstaltungen und zur Bewerbung um den nationalen Digital Champions Award.

Um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden, entwickelt Samsung kontinuierlich mobil-zentrierte, anwenderfreundliche und flexible B2B-Lösungen, die Unternehmen beim digitalen Wandel unterstützen. Hierzu zählt etwa die Sprachsteuerung Bixby, die Mitarbeitern als digitaler Assistent zur Seite steht, der an Termine erinnert und bei täglichen Aufgaben unterstützt. Ein weiteres Beispiel ist Samsung DeX: Hiermit wird das Smartphone zum PC und optimiert den Arbeitsalltag indem es die vorhandene IT-Infrastruktur des Unternehmens nutzt und den Wechsel zwischen verschiedenen Geräten überflüssig macht.

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Das Anwendungsszenario der LANGGROUP zeigt ganz konkret auf, wie mittelständische Unternehmen von moderner Technologie profitieren können. Als Direktvertreiber für technische und chemische Verbrauchsgüter beliefert das Unternehmen Werkstätten und Industriebetriebe in ganz Europa. Entsprechend sind die Vertriebsmitarbeiter der LANGGROUP permanent auch beim Kunden vor Ort im Einsatz. Mit Hilfe einer Gemeinschaftslösung von Samsung und der Deutschen Telekom, bestehend aus mobilen Endgeräten der Serien Galaxy A3, Galaxy A5 und Galaxy S7, wurde eine digitale Vertriebsstrategie entwickelt, mit der die ortsunabhängigen Arbeitsprozesse im Außendienst modernisiert und gleichzeitig effizienter gestaltet werden konnten. Alle Außendienstler sind seitdem mit Tablets und Smartphones ausgestattet, auf denen ihnen alle wichtigen Informationen zentralisiert und in Echtzeit zur Verfügung stehen. Die mobile Sicherheitslösung Samsung Knox ist bei den insgesamt 1.350 Tablets und 1.350 Smartphones, die für das Unternehmen im Einsatz sind, bereits in der Hardware integriert ist – dies garantiert nicht nur die Sicherheit der Unternehmensdaten, sondern erleichtert auch den ortsunabhängigen Arbeitsalltag der Mitarbeiter enorm.

Innovationen nutzen und Chancen erkennen

Unter Einsatz moderner Technologien sind Unternehmen wie die Langgroup nicht nur in der Gegenwart agiler und wettbewerbsfähiger, sondern können auch in Zukunft einfacher von Innovationen profitieren. Smarte Applikationen lassen sich dann leichter in die IT-Infrastruktur integrieren und machen den Wechsel zwischen verschiedenen Geräten überflüssig. Dadurch können Unternehmen die Potentiale von technologischen Neuheiten wie beispielsweise Virtual Reality (VR) voll ausschöpfen. So ermöglicht VR Unternehmen bereits heute eine leichte Vermittlung abstrakter Themen und bietet die Möglichkeit, Mitarbeitern virtuelle Trainings anzubieten oder Meetings über räumliche Distanzen hinweg zu halten – und das obwohl VR bis vor einigen Jahren noch „Science Fiction“ war.

All das zeigt: Die Begeisterung für technische Meilensteine – wie man sie in der Start-up-Szene kennt – gepaart mit modernen Anwendungen, die maximale Sicherheitsstandards bieten, machen auch den Mittelstand für Metatrends wie durch die „Open Economy“ resultierende Flexibilisierung der Arbeitswelt fit und langfristig wettbewerbsfähig.

Sascha Lekic ist Director IT & Mobile Communications B2B, Samsung Electronics GmbH.