Wozu der Footer gut ist

Viele Website-Gestalter vernachlässigen den Footer immer noch. Häufig wird das Prinzip verfolgt: "Was nicht in den Text passt, kommt in den Fußbereich". Die Folge ist ein unübersichtlicher, vollgepackter Footer, dem der Leser keine weitere Aufmerksamkeit schenkt. Schade, denn das Seitenende bietet viel Potenzial. Es kann neben typischen Elementen wie dem Impressum und den Kontaktdaten viele weiterführende Informationen für den interessierten Leser bieten.
Tipp: Lassen Sie sich von den Großen in der Onlinehandels-Branche inspirieren. Im gut strukturierten Footer von Amazon etwa finden Sie nicht nur Links mit Informationen zum Unternehmen, sondern auch zu den verschiedenen Zahlungsarten sowie weiterführende Hilfestellungen zu häufig gestellten Fragen.

Merke: Ein Nutzer, der bis zu Ihrem Footer scrollt, landet dort aus einem von zwei Gründen:

  • Er hat sich die Seite bis zum Ende angesehen beziehungsweise den kompletten Text zumindest überflogen, was für Ihren Content spricht.
  • Er sucht gezielt nach Informationen am Seitenende, weil er diese dort erwartet oder weil er bisher noch nicht fündig geworden ist. Enttäuschen Sie Ihren Leser also nicht.

Bedenken Sie außerdem, dass die Bedeutung des Footers mit der Zunahme der Smartphonenutzung gestiegen ist. Ein dynamisches Wischen reicht bereits aus, um an das Seitenende zu gelangen. Wer dann mit guten Links zu weiterführenden Infos überzeugt, gewinnt im besten Fall Kunden.

Was gehört in den Footer?

Der Fußbereich ist der richtige Platz, um Suchende und interessierte Leser mit bestimmten Informationen zu füttern. Erwartungsgemäß finden sich hier relevante Links zum Rechtlichen, also ...

  • Impressum
  • AGBs
  • Datenschutz
  • Widerrufsbelehrung

Auch ein Link zu den FAQs, also häufig gestellten Fragen, ist in diesem Bereich sinnvoll. Je nach inhaltlicher Ausrichtung bietet es sich ebenfalls an, eine Gruppe mit Links zu bestimmten Themengebieten zusammenzufassen. Beispiel: Sie besitzen einen Online-Shop. In diesem Fall interessieren sich viele Kunden für ...

  • Bestelldetails
  • Lieferverfolgung
  • Versandmöglichkeiten
  • Rücksendung
  • Zahlungsarten (je nach Umfang auch als eigene Gruppe darstellbar)

Darüber hinaus sind folgende Elemente gut am Seitenende aufgehoben:

  • Prüfsiegel und andere Sicherheitszertifikate: Sie schaffen Vertrauen beim Kunden.
  • Call-to-Actions: Verweisen Sie im Footer beispielsweise auf Newsletterabonnements.
  • Social Media Icons: So bleiben Ihre Leser auch in den sozialen Medien mit Ihnen in Kontakt
  • Auszeichnungen: Auch sie erhöhen den Trust-Faktor.

Das Footer-Design: Tipps

Die Darstellung des Footers ist ebenso wichtig wie sein Inhalt. Er sollte sich deutlich von der restlichen Website unterscheiden, jedoch nicht übertrieben grafisch aufgewertet werden – das lenkt nur vom Content ab. Besser: Trennen Sie den letzten Part durch eine andere Farbgebung oder eine ansprechende Trennlinie ab. Übersichtlichkeit ist das A und O bei der Gestaltung der Fußzeile. Deshalb sollten Sie die einzelnen Elemente in logische Gruppen aufteilen, die optisch nicht zu dicht aneinander gedrängt sind. Bewährt hat sich die sogenannte 7 +/- 2-Regel. Gemäß dem Prinzip können Menschen etwa sieben Dinge gleichzeitig im Kurzzeitgedächtnis behalten. Gruppieren Sie daher zwischen fünf und neun Elemente in einer Sektion.

Zu guter Letzt ist ein einheitliches Footer-Design entscheidend. Ihre Kunden sollten sich nicht auf jeder Unterseite neu orientieren müssen.

Weiterführende Links:

  • Eine gelungene Website-Navigation muss dem Nutzer eine klare Orientierung bieten. Gestalterische Kreativität ist gut, allerdings innerhalb einiger Konventionen, die Sie kennen sollten.
  • Über die Startseite Ihrer Webseite betreten viele Nutzer zum ersten Mal Ihre Seite. Damit sie für den Nutzer zum einladenden Portal wird und er Lust bekommt, sich weiter umzuschauen, müssen Sie wissen, wie sie gestaltet sein sollte.