1. Reflexion des eigenen Führungsstils

Jede Führungskraft ist ein Unikat mit ganz eigenen Stärken und Schwächen. Je höher sie positioniert ist, desto weniger Rückmeldung erhält diese Person in der Regel von ihrem Umfeld zu ihrem Führungsstil. Fatal! Denn auch Führungskräfte sind nur Menschen und machen Fehler. Sie übersehen Potenziale, schüren unnötige Konflikte, gestalten Arbeitsprozesse ineffizient. Wenn der eigene neutrale Blick auf das Führungsverhalten fehlt, hilft der Führungskräfte-Coach weiter. Er ermuntert seinen Coachee dazu, sein eigenes Verhalten zu reflektieren. Dabei macht er sich verschiedene Fragetechniken zunutze, um Denkprozesse zu fördern.

2. Regelmäßige Beratung fördert die Reflexion

Anders als bei einem Training, das möglicherweise nur einmal stattfindet, setzt Führungskräfte-Coaching auf Regelmäßigkeit; Chef und Coach treffen sich in regelmäßigen Abständen. Das ist auch notwendig, denn eingefahrene Verhaltensmuster und Einstellungen ändern sich nicht von jetzt auf gleich. Und: Die Führungskraft hat dadurch die Möglichkeit, gegenwärtige Verhaltensbeispiele aus dem Arbeitsalltag zu analysieren. So entsteht ein Kreislauf von Selbstreflexion und Anpassung. Das Coaching wird so lange fortgesetzt, bis die zu Beginn definierten Ziele erreicht sind.

3. Individuelle Themenabsprache

Beim Führungskräfte-Coaching geht es nicht zwangsläufig nur um berufliche Themen. Denn wie ein Manager führt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine schlechte Work-Life-Balance etwa kann den Führungsstil negativ beeinflussen. Je nach Bedarf setzt sich der Coachee daher ganzheitlich mit seiner Lebenssituation auseinander.

Schluss mit dem Dominoeffekt! Das Führungskräfte-Coaching hat veränderte Verhaltensweisen zum Ziel. (© 2017 tomertu/Shutterstock)

4. Vorteile eines Führungskräfte-Coachings

In einem Coachingvertrag werden unter anderem die angestrebten Ziele sowie der grobe Inhalt des Coachings festgehalten. Auf diese Weise herrscht Klarheit bezüglich der Aufgaben von Coach und Führungskraft.

Der Nutzen eines Führungskräfte-Coachings ist immer individuell zu erfassen. Häufig schlägt er sich in weichen Kriterien nieder. Dazu zählt beispielsweise ein gesteigertes Selbstbewusstsein, ein besseres Konfliktverhalten oder eine gesteigerte Arbeitsmotivation.

Checkliste: Das sollte im Coaching geschehen

  • Führungsstil aus der Vogelperspektive betrachten
  • Regelmäßige Beratungsgespräche führen
  • Themen individuell mit dem Coach absprechen
  • Inhalte im Coachingvertrag festlegen