Bahnstreiks: Wenn zwei sich streiten, leidet der Dritte

Ringen Gewerkschaften und Bahn um höhere Tarifgehälter und andere Reizthemen, bleiben die Fahrgäste oft auf der Stecke. Manchmal sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn stehende Waggons, Zugausfälle und Chaos auf den Bahnhöfen sind nur drei typische Folgen von Bahnstreiks.  Die Nachteile für die Reisenden:

  • vergeudete Zeit,
  • Stress,
  • verpasste Termine und gegebenenfalls
  • Ärger bei der Entschädigung durch die Deutsche Bahn.

Wohl dem, der sich früh auf einen drohenden Ausstand vorbereitet. Zwar kündigen die Gewerkschaften ihre Pläne in der Regel nur einen Tag vorher an, aber schon deutlich früher sind mögliche Bahnstreiks das Top-Thema in der Presse. Zeit genug also, einen drohenden Arbeitskampf durch gute Vorbereitung auszukontern.

Was also tun?

  • Informieren Sie sich in den Medien über den möglichen Beginn und die wahrscheinliche Dauer von Bahnstreiks.
  • Planen Sie mehrere Routen mit der Deutschen Bahn und
  • prüfen Sie alternative Anbieter oder Verkehrsmittel für Ihre Reise.

Clever: Steigen Sie bei der Bahnkonkurrenz ein

Gerade der letzte Punkt hat Potenzial, denn von Bahnstreiks ist eben nur die Deutsche Bahn betroffen, aber nicht deren Konkurrenten. Andere Eisenbahngesellschaften wie TransDev oder Netinera, die Mutter der Metronom-Flotte, können auch zum Ziel führen.

Nicht zu vergessen: das Flugzeug. Airlines punkten vor allem bei Langstrecken und Verbindungen zwischen größeren Städten. Falls Sie auf den Flieger umsteigen wollen, müssen Sie aber schnell handeln - die Idee haben natürlich auch andere Reisende und die Sitzplätze sind begrenzt.

Falls Sie die Zugführer oder andere Bahnbedienstete dennoch mit dem Streik kalt erwischen, dann bloß nicht gleich aufgeben! Es könnte sein, dass gerade Ihr Zug oder ein anderer doch in Ihre Richtung fährt und auch noch rechtzeitig am Wunschziel ankommt. Dafür bietet die Deutsche Bahn mehrere Informationsquellen an:

  • Die DB-Homepage, auf der die Bahn bereits vor Beginn eines Streiks Not-Fahrpläne veröffentlicht,
  • eine spezielle Seite für Smartphones,
  • die aktuelle Fahrplanauskunft,
  • eine kostenlose Service-Hotline (08000/996633) und
  • natürlich das Servicepersonal auf den Bahnhöfen.

Nummer sicher: Das Auto

Falls Ihnen das alles zu unsicher ist, kommt die klassische Alternative zum Zug – das Auto. Aber Vorsicht: Bei Bahnstreiks verlagert sich der meiste Reiseverkehr auf die Straße, sie sollten also zusätzliche Zeit für Staus einplanen.

Zum Fahren selbst bieten sich an:

  • das eigene Auto,
  • ein Mietwagen,
  • eine Fahrgemeinschaft oder
  • Fernbusse.

Soll es ein Mietwagen sein, hilft ein schneller Online-Preisvergleich, um Kosten zu sparen. Zum Beispiel bei Billiger-Mietwagen.de.

Car-Sharing oder Fahrgemeinschaften sind wiederum für kürzere Strecken das Transportmittel der Wahl. Hier gehören Car2go und DriveNow zu den bekanntesten Fuhrparks mit Flotten in mehreren deutschen Großstädten.

Wenn es hingegen richtig auf Strecke gehen soll – auch ins europäische Ausland –, kommt eine neue Konkurrenz für die Deutsche Bahn ins Spiel: Fernbusse. Wegen des starken Wettbewerbs herrscht in der noch relativ jungen Branche nach wie vor ein heftiger Preiskampf. Allerdings können die Tickets von MeinFernbus, Flixbus oder Postbus in Folge von Bahnstreiks auch schnell teurer werden. Und die Fahrten dauern mit zunehmender Entfernung deutlich länger als mit der Bahn.

Projektmanagement-Tools: Retter in der Not

Kommen Sie und Ihre Mitarbeiter auch mit diesen Alternativen nicht ans Ziel? Dann ist Umdenken angesagt: Verzichten Sie nicht auf wertvolle Arbeitskraft, sondern lassen Sie Ihre Mitarbeiter beispielsweise aus dem Home-Office arbeiten. Für diesen Zweck sinnvoll: der Einsatz von Projektmanagement-Tools wie zum Beispiel TeamLike von der Deutschen Telekom. Damit behalten Ihre Mitarbeiter jederzeit den Überblick über anstehende Aufgaben – auch in den eigenen vier Wänden. Zusätzliches Plus: Die deutschen Server garantieren besseren Datenschutz.

So klappt es mit der Rückerstattung durch die Bahn

Bleibt noch die Frage: Wie sieht es mit der Rückerstattung durch die Deutsche Bahn für gebuchte, aber letztlich ausgefallene Reisen aus?

Klar ist: Verspäten sich Züge oder fallen diese aus, haben Sie Anspruch auf eine Entschädigung oder Vergütung Ihrer Fahrkarte samt Reservierung – auch in Fällen höherer Gewalt und genau dazu zählen Bahnstreiks.

Konkret heißt das, läuft Ihr Zug mindestens eine Stunde zu spät im Zielbahnhof ein, bekommen Sie ein Viertel des Fahrpreises zurück. Die Hälfte wird nach zwei Stunden Verzögerung fällig. Können Sie die Reise erst gar nicht antreten, gibt es die volle Rückerstattung durch die Deutsche Bahn.

Ihre Ansprüche melden Sie mit dem Fahrgastrechte-Formular an, das es im Zug, am DB-Service Point, in einer DB-Agentur oder im Internet gibt. Tipp: Reichen Sie bei Bedarf auch Rechnungen für Taxifahrten oder Hotelübernachtungen an die Deutsche Bahn weiter. Diese Regeln gelten natürlich grundsätzlich auch für Online-Fahrkarten. Alle Informationen für die Fahrgastrechte stellt die Bahn hier vor.

Was Sie dort allerdings nicht finden werden, sind weitergehende Schadensersatzansprüche, zum Beispiel wenn wegen Bahnstreiks Ihre Termine oder gar ganze Geschäfte platzen. Dafür können Sie die Deutsche Bahn nicht belangen. Die Kosten gehen - leider - immer aufs eigene Konto.

 

 

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Weiterführende Links

  • T-Online gibt Tipps für Geschäftsreisen bei Streiks am Beispiel von Flugausfällen bei einer Airline.
  • Detaillierte Hinweise für die Rückerstattung durch die Deutsche Bahn hat Fokus.de gesammelt.
  • Auch die F.A.Z. hat sich mit dem Thema Bahnstreiks ausführlich beschäftigt.