Laut Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) liegt die Wochenarbeitszeit von niedergelassenen Ärzten bei durchschnittlich 51,5 Stunden. Kein Wunder, dass da wenig Zeit bleibt, um Pharmavertreter zu empfangen. Viele Ärzte haben deswegen sogar Besuchsbeschränkungen eingeführt. Mit der Lösung der good healthcare group kommen Pharma-Unternehmen ihrer Informationspflicht gegenüber Ärzten, Apothekern und medizinischen Fachangestellten nach, ohne diese in ihrem Arbeitsalltag zu stören.

Digital – aber dennoch persönlich

Steckbrief

Name: good healthcare group
Gründung: 2015
Hauptsitz: Berlin
Mitarbeiter: über 450

„room49“ heißt die hochwertige HD-Video-Lösung auf Basis der Green Room-Technologie von Cisco, über die die good healthcare group als Dienstleister für alle Akteure des Gesundheitswesens künftig mit ihrer Zielgruppe persönlich, aber digital kommunizieren will. Eingeladen über Outlook schaltet sich der Arzt zum Termin hinzu – zu einem Zeitpunkt, der ihm passt. „Wir wollten eine neue Art der Kommunikation entwickeln, die Seriosität ausstrahlt und die menschliche Komponente eines Vor-Ort-Termins bietet“, sagt Wolfgang Höfers, Chief Sales Officer der good healthcare group. „Denn ohne persönlichen Kontakt funktioniert unsere Branche nicht.“

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Das Vertriebsgespräch der Zukunft

Die Technik von Cisco

Die hochwertige HD-Video-Lösung „room49“ basiert auf der Green Room-Technologie von Cisco. Damit werden Akteure vor einem einfarbigen Hintergrund in einem virtuellen Raum abgebildet. Zudem lassen sich visuelle Elemente einblenden und Experten zuschalten. Die Cisco DX80-Monitore sind dialogfähig, den erforderlichen VDSL-Breitbandanschluss stellt die Telekom zur Verfügung.

Um ihre Vision technisch umzusetzen, benötigte die good healthcare group einen Digitalisierungspartner – und wandte sich an die Telekom. Der Konzern unterstützte von Anfang an die Entwicklung der Video-Lösung und vermittelte den Kontakt zum Hersteller Cisco. Auf Basis der sogenannten Green-Room-Technologie entstand am Hauptsitz in Berlin der „room49“: ein Studio, dessen einfarbiger Hintergrund es ermöglicht, vor der Kamera agierende Pharma-Experten in einem virtuellen Raum abzubilden. Das Ergebnis ist mit modernen Nachrichtensendungen zu vergleichen: HD-Qualität ohne Ruckeln, Unschärfen oder zeitverzögerte Reaktionen. Je nach Bedarf lassen sich weitere visuelle Elemente wie Präsentationen und Nahaufnahmen von Präparaten einbinden oder Experten zuschalten.

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Mit ihrem neuen digitalen Kommunikationskanal ist die good healthcare group dem Wettbewerb weit voraus. Mit ihrem neuen digitalen Kommunikationskanal ist die good healthcare group dem Wettbewerb weit voraus. (© 2019 Werner Huthmacher / ghg )

Innovative Lösungen, höchste Datensicherheit

Voraussetzung für den Empfang auf Teilnehmerseite ist ein Monitor für Videokonferenzen sowie ein Highspeed-Internet Anschluss. Die Lösung ist dialogfähig: Die Teilnehmer können wählen, ob sie zu sehen sind oder nicht und können sich während des Termins zu Wort melden. Die zentrale Videokommunikationsplattform stellt der Cisco Unified Communications Manager BE 6000 dar. Diese Plattform verwaltet die im Netz befindlichen Teilnehmer und ist Call Admission Control Instanz für die angeschlossenen Endgeräte. Die benötigten Applikationen werden in einem eigenen Rechenzentrum virtualisiert auf Cisco UCS Servern bereitgestellt. Die good healthcare group selbst gewährleistet mit ihrer ISMS Zertifizierung nach ISO 27001 ein höchstes Maß an IT-Sicherheit. „Gerade in der Gesundheitsbranche sind Daten ein sensibles Thema“, sagt Höfers. „Jeder, der mit uns oder über unsere Technologie kommuniziert, ist sicher.“

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Virtuell schulen und Kosten sparen

2018 präsentierte das Unternehmen die innovative Video-Lösung erstmals vor Vertretern von rund 40 Pharma-Unternehmen. „Alle, die unser Angebot testen, sind begeistert“, sagt Höfers. Das liegt auch an den zusätzlichen Möglichkeiten, die die Technologie bietet. So veranstalten Pharma-Unternehmen über den „room49“ bereits Schulungen und schaffen ein virtuelles Erlebnis, das außerdem Kosten für Anreise und Übernachtung spart. Cisco-Monitore ermöglichen es künftig aber auch, Einzelgespräche in HD-Qualität zu führen – etwa mit Ärzten, die Detailinformationen benötigen, oder Patienten, die aufgrund schwerer oder seltener Erkrankungen langfristig betreut werden – durch einen der zum Großteil promovierten Experten.

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Ärzte profitieren mehrfach

Derzeit testet das Unternehmen, wie das virtuelle Angebot bei Ärzten ankommt. Dafür stellt die Telekom Cisco DX80-Monitore zur Verfügung, die in ausgewählten Praxen und ärztlichen Versorgungszentren eingesetzt werden. Nach der Testphase bietet die Telekom ein Lizenzmodell mit Monitor und VDSL-Breitbandanschluss. „Die Idee hat uns von Anfang an fasziniert“ sagt Dieter Specht, Leiter Region Ost Vertrieb Großkunden von der Telekom. „Wir helfen gerne dabei, die Kommunikation in der Gesundheitsbranche für alle Seiten effizienter zu gestalten“. Weiterer Vorteil: 2018 hat der Deutsche Ärztetag das Fernbehandlungsverbot gelockert. Damit können Ärzte künftig stärker über Video mit ihren Patienten kommunizieren.

DEUTSCHE TELEKOM UND DIE GOOD HEALTHCARE GROUP

Die Aufgabe: Das Ziel der good healthcare group war nichts weniger, als das Vertriebsgespräch der Zukunft zu entwickeln. Wow-Effekt statt Störung im Praxisalltag: Modernste Video-Technologie soll es den ausgelasteten Ärzten so einfach wie möglich machen, sich über neue Medikamente und Therapien zu informieren.

Die Lösung: Für ihr Geschäftsmodell „room49“ nutzt die good healthcare group die Green-Room-Technologie vom Telekom-Partner Cisco, das Kommunikationssystem Cisco Smart UC mit Cisco Meeting Server und Konferenzsystem sowie die Software NTW Contact Center mit Salesforce Integration. Für die Nutzerseite stellt die Telekom ein Bundle aus Monitor und Breitbandanschluss zur Verfügung.

Die Vorteile: Mit ihrem neuen digitalen Kommunikationskanal ist die good healthcare group dem Wettbewerb weit voraus. Ursprünglich für die Zielgruppe Ärzte entwickelt, lässt sich die Technologie auch zur Betreuung von Patienten oder für Schulungen nutzen. Die 2018 erfolgte Lockerung des Fernbehandlungsverbots bietet Ärzten zudem weitere Möglichkeiten zum Einsatz der Video-Technologie.