Gründe für eine Google Penalty

Das Ziel von Google ist es, seinen Nutzern die bestmöglichen Ergebnisse auf ihre Anfragen zu geben. Um diesem Leitsatz gerecht zu werden, feilt das Unternehmen laufend an seinen Suchalgorithmen. Mit ihnen findet Google nicht nur optimale Internetseiten für seine Anwender, sondern auch das Gegenteil, nämlich schlechte Websites. Stellt sich heraus, dass deren Programmierer gegen die Richtlinien für Webmaster verstoßen haben, erhalten sie eine Google Penalty. Zu einer solchen Abstrafung kann es kommen, wenn eine Website ...

  • … gehackt worden ist.
  • … nur Spam verbreitet.
  • … über zu viel Duplicate Content verfügt.
  • … Quelle von Schadsoftware ist.
  • … automatisch generierte Inhalte hat.
  • … eine Brückenseite ist.
  • … irrelevante Keywords besitzt.
  • … automatische Suchanfragen sendet.
  • … minderwertigen Content aufweist.
  • … Cloaking betreibt.

Mit den Folgen einer Google Penality ist nicht zu spaßen, denn sie führen zu einer Abwertung im Ranking. Gebannte Internetseiten geraten also in der Ergebnislisten der Suchanfragen weiter nach unten. Das wirkt sich – teils dramatisch – negativ auf den Traffic aus. Eine Abstrafung bedeutet, weniger Visits, weniger Conversions, weniger Käufe, weniger Umsatz. Und zwar schlagartig. Damit verlieren Unternehmen in der digitalen Welt ein entscheidendes Standbein. Zwar gibt es auch andere Suchmaschinen, doch ist Google eindeutig der Platzhirsch. Laut Statista hatte der Internet-Riese 2016 in Deutschland einen Marktanteil von fast 95 Prozent. Wer es sich mit ihm verscherzt, hat also ein Problem …

Formen von Google Penalty

Der Strafkatalog von Google umfasst mehrere Varianten beziehungsweise Ebenen, die sich unterschiedlich stark auswirken. Dazu gehören:

  • Keyword Penalty. Wie der Name schon sagt, sind davon ein Schlagwort oder mehrere betroffen. Beispiel: Sie ranken damit plötzlich nicht mehr auf der ersten Seite der Google-Suchergebnisse, sondern vielleicht nur noch auf der dritten oder noch weiter unten. Auf andere Keywords ihrer Homepage wirkt sich diese Maßnahme nicht aus.
  • URL- oder Verzeichnis-Penalty.  Damit zieht Google die digitalen Daumenschrauben noch stärker an. Hier steht ein bestimmtes Verzeichnis oder eine bestimmte URL im Fokus der Strafmaßnahme. Das kann seitenübergreifende Konsequenzen nach sich ziehen und das Ranking massiv beeinträchtigen. Denn diese Google Penalty greift sich nicht nur einzelne Keywords heraus, sondern sanktioniert in der Praxis gleichzeitig mehrere Unterseiten einer Domain.
  • Domain- oder Subdomain-Penalty. Diese Lektion geht noch einen Schritt weiter und betrifft ganze Subdomains oder Domains. Damit geht das Ranking komplett in den Keller. Ihr Internetauftritt würde zwar noch gefunden und auch angezeigt werden, doch soweit abgeschlagen, dass ihn kaum ein User noch finden würde.
  • Deindexierung-Penalty. Die Höchststrafe. Google löscht eine Domain vollständig aus seinem Index und seiner Datenbank. Anschließend wird sie nicht mehr gefunden, weil sie für die Suchmaschine nicht mehr existiert. Und damit auch nicht für ihre Nutzer. Das ist quasi der digitale Exitus.

Automatische und manuelle Google Penalty

Oft erfolgen diese Abstrafungen automatisch im Zuge von neu eingeführten Such-Algorithmen, zum Beispiel durch das Panda-Update oder das Pinguin-Update von Google. Mit ihnen kommen neue Regeln ins Spiel, denen nicht jede Website genügt. Wessen Internetpräsenz davon benachteiligt ist, der muss sie an die geänderten Vorgaben anpassen.

Allerdings verhängt auch ein menschliches Google-Team Repressalien. Und nur dieses kann den manuell verhängten Bann aufheben.

Google Penalty erkennen

Ob Sie unter einer automatischen oder manuellen Abstrafung betroffen sind, erfahren Sie meistens nur indirekt beziehungsweise auf eigene Initiative. Eine Google Penalty erkennen Sie zum Beispiel mit einem Tool wie Sistrix. Es zeigt ihnen unter anderem den Sichtbarkeitsindex Ihrer Internetseite an. Nimmt der erheblich und von einem auf den anderen Tag ab, dann könnte eine automatische Penalty dahinterstecken. Auch einer manuell erwirkten Verurteilung kommen Sie so auf die Schliche.

Für diesen Fall gibt es aber eine noch praktischere Form der Erkenntnis: die Google Search Console. Mit diesem Programm behalten Sie die Ergebnisdaten der Google-Suche für Ihre Website im Blick.  Bis Mai 2015 nannte sich die empfehlenswerte Software übrigens noch Google Webmaster Tools. Neben einer Suchanalyse und vielen weiteren Funktionen bietet sie eine Mitteilungsfunktion. Damit hält Google bei Bedarf Betreiber von Internetseiten auf dem Laufenden – auch über manuelle Abstrafungen. Allerdings ist der Informationsgehalt solcher Meldungen nicht seht groß. So erfahren Sie beispielsweise nicht konkret, wie Sie auf die ausgesprochene Google Penalty reagieren sollen, um sie möglichst schnell aufheben zu lassen.Immerhin: Sie erhalten bis zu drei Links zu Seiten, deren Inhalt verantwortlich für die Abstrafung ist.

So lange dauert eine Google Penalty

Eine automatisch erfolgte Sanktion endet, sobald die Ursache dafür vom Google-Algorithmus nicht mehr gefunden wird. Befolgen sie also zuvor verletzte Regeln, löst sich das Problem praktisch von selbst.

Anders sieht das bei der manuellen Form aus. Hier müssen Sie über die Google Search Console eine weitere Prüfung Ihrer Homepage anfragen. Dabei beschreiben Sie, was Sie gegen die Abstrafung getan haben. Daraufhin nimmt das Google-Team die Site erneut unter die Lupe. Ist es mit den Änderungen einverstanden, hebt es sein Urteil auf. Kommt es dazu nicht im ersten Anlauf, sollten Sie oder Ihr Webmaster noch weiter an Ihrem Internetauftritt arbeiten und diesen bereinigen. Anschließend bitten Sie wieder um eine Abnahme. Falls nötig, können Sie das mehrfach wiederholen.

Weiterführende Links:

  • Duplicate Content, also ähnliche oder sogar identische Inhalte auf verschiedenen Webseiten, werden von Google abgestraft. Wir zeigen, wie Sie Duplicate Content aufspüren und beseitigen können.
  • Auf der Suche nach Waren oder Dienstleistungen schauen immer mehr Kunden zunächst im Internet nach passenden Anbietern. Mit Google My Business nutzen Sie das aus und sorgen für mehr Präsenz Ihres Unternehmens im World Wide Web. Dafür müssen Sie es nur bei dem Dienst anmelden.